Blaulicht

Mühldorf, Lohkirchen: Jugendliche nach HHC-Konsum behandelt, Unfallflucht und riskantes Überholmanöver

Gleich mehrere Einsätze haben am Donnerstag, den 02.04.2026, die Polizeiinspektion Mühldorf beschäftigt. Im Fokus standen dabei ein medizinischer Notfall unter Jugendlichen, eine Unfallflucht sowie ein gefährliches Überholmanöver.

Am späten Nachmittag gegen 17:00 Uhr verständigte eine Gruppe von Jugendlichen den Notruf, nachdem eine 13-jährige Schülerin nach dem Konsum einer sogenannten HHC-Vape über starke gesundheitliche Beschwerden klagte. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte ein 13-Jähriger den Verdampfer mitgebracht und innerhalb der Gruppe weitergegeben. Bereits nach wenigen Zügen litt das Mädchen unter Übelkeit und Schwindel.

Der Rettungsdienst übernahm vor Ort die medizinische Versorgung. Glücklicherweise blieb es bei kurzfristigen Beschwerden ohne bleibende Schäden. Im Zuge der polizeilichen Maßnahmen wurden bei einem 15-Jährigen mehrere leere Zigarettenschachteln sichergestellt. Die beteiligten Jugendlichen wurden anschließend ihren Erziehungsberechtigten übergeben.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang eindringlich vor sogenannten neuen psychoaktiven Stoffen wie HHC. Diese Substanzen können bereits in geringen Mengen erhebliche gesundheitliche Risiken verursachen, insbesondere bei jungen Menschen. Zudem ist der Besitz sowie die Weitergabe gesetzlich untersagt.

Bereits im Zeitraum zwischen 11:00 Uhr und 12:30 Uhr desselben Tages kam es in Mühldorf zu einer Unfallflucht. Eine 65-jährige Frau stellte nach einer Einkaufstour einen Schaden an der linken hinteren Seite ihres braunen Skoda Rapid fest. Die Beschädigung dürfte an einer ihrer Stationen – unter anderem am Stadtplatz oder bei weiteren Besorgungen – entstanden sein. Der bislang unbekannte Verursacher entfernte sich, ohne seinen Pflichten nachzukommen.

Auch in Lohkirchen wurde die Polizei tätig: Gegen 16:30 Uhr kam es auf der Staatsstraße 2091 zu einem gefährlichen Überholmanöver. Ein bislang unbekannter Fahrer überholte innerorts trotz Gegenverkehrs durch einen Traktor. Nur durch starkes Abbremsen des Traktorfahrers konnte ein Frontalzusammenstoß verhindert werden. Zudem könnte ein Radfahrer durch das Manöver gefährdet worden sein.

Die Polizeiinspektion Mühldorf a. Inn bittet in beiden Fällen um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen werden gebeten, sich unter den bekannten Telefonnummern zu melden.

Abschließend weist Dominik Lahner, Polizeikommissar und Verfasser der Mitteilung, auf die Bedeutung von Aufmerksamkeit und Verantwortungsbewusstsein im Alltag hin – sowohl im Straßenverkehr als auch im Umgang mit gesundheitlich riskanten Substanzen.

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