Nachrichten aus Bayern

Einrichtung des Landesamts für Bevölkerungsschutz im Innenministerium

Das Landesamt für Bevölkerungsschutz nimmt zum 15. April 2026 seine Arbeit auf. Mit der Gründung des deutschlandweit ersten Landesamtes für Bevölkerungsschutz reagiert die Bayerische Staatsregierung auf die grundlegend veränderte geopolitische Sicherheits- und Bedrohungslage.

Diese erfordert konkrete Krisenvorbereitungen und rückt die zivile Verteidigung und den Zivilschutz wieder verstärkt in den Fokus. Auch die häufiger werdenden Großschadenslagen und Katastrophen, wie etwa die Hochwasser im Jahr 2024 verlangen adäquate Antworten. Mit dem neuen Landesamt sollen Bevölkerungsschutz und Krisenresilienz insgesamt gestärkt werden. Eine effizientere Führung unter Wahrung der Handlungs- und Entscheidungsverantwortung auf Ebene der Kreisverwaltungsbehörden und ein Ausbau der Koordinierung im Bereich der Zivilen Verteidigung tragen hierzu spürbar bei. Einsatzlagen gleich welcher Ursache sollen organisationsübergreifend strategisch besser vorbereitet werden.

Das Landesamt geht aus der bisherigen Abteilung „Feuerwehr, Rettungsdienst, Bevölkerungsschutz“ im Innenministerium hervor, die nunmehr neu aufgestellt, weitgehend umstrukturiert und um 25 Stellen verstärkt wird. Im Innenministerium ist sowohl das Bayerische Melde- und Lagezentrum für den Bevölkerungsschutz eingerichtet, das bei landesweit koordinierungsbedürftigen Katastrophen zur Führungsgruppe Katastrophenschutz Land Bayern aufwächst, als auch das Landespolizeipräsidium. Um die behördlichen Strukturen schlank und handlungsfähig zu halten und zugleich eine weiterhin enge Zusammenarbeit zwischen Polizei und Katastrophenschutz in Bayern zu gewährleisten, wird das Landesamt für Bevölkerungsschutz auf etablierte Strukturen im Innenministerium aufgesetzt.

Beitragsbild: Feuerwehr Töging © inn-sider.de

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