Blaulicht

Mühldorf a. Inn: 25-Jähriger täuscht Verkehrsunfall vor

Am Abend des 19. Dezember 2023 verständigte ein 25-Jähriger aus dem Landkreis Mühldorf a. Inn die Polizei, um einen Unfall und eine Fahrerflucht zu melden. Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten Unstimmigkeiten fest die schließlich ergaben, dass der Fahrer den Unfall fingiert hatte.

In den späten Abendstunden des 19. Dezember 2023 teilte ein 25-Jähriger, aus dem Landkreis Mühldorf a. Inn stammend, über den Polizeinotruf einen Verkehrsunfall in der Nordtangente in Mühldorf a. Inn mit. Zuvor habe ihm laut eigener Aussage ein anderer Fahrer in einem weißen Auto die Vorfahrt genommen. Dadurch sei es zu einem Unfall gekommen, der andere Fahrer habe sich daraufhin vom Unfallort entfernt. Das Auto des Anrufers, ein Dodge, wurde dabei erheblich beschädigt, wie die Polizei mitteilte. Der Schaden wird auf 10.000 Euro geschätzt.

Bei der Unfallaufnahme kamen den Polizeibeamten der Polizeiinspektion Mühldorf a. Inn bereits Zweifel an der Unfallschilderung des 25-Jährigen und sie bewiesen damit „den richtigen Riecher“ – mit erheblichen Folgen für den jungen Mann: Es konnten Unstimmigkeiten vom angegebenen Unfallhergang, der Spurenlage an der Unfallstelle und den vorgefundenen Schäden am Fahrzeug des jungen Mannes festgestellt werden. Die Beamten konfrontieren den Fahrer mit ihren Feststellungen und ihren Zweifeln, der gab daraufhin zu, selbst gegen eine Mauer in Mettenheim gefahren zu sein. Anschließend fuhr er mit dem beschädigten Auto auf die Nordtangente. Hier am Kreisverkehr verteilte er noch vor Eintreffen der Beamten Fahrzeugteile auf der Fahrbahn, um einen Unfallort zu fingieren. Erst dann wählte er den Notruf und meldete „den Unfall“. Alkohol war laut Polizei nicht im Spiel – ein freiwillig durchgeführter Atem-Alkoholtest verlief negativ.

Bei dem Unfall in Mettenheim hatte der 25-Jährige einen Schaden an einer Mauer und einem Verkehrsschild in Höhe von ca. 1.500 Euro angerichtet. Die Beamten stellten auch hier Spuren vom Unfallwagen fest und konnten diese sichern.

Gegen den 25-jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort, Vortäuschen einer Straftat, versuchten Versicherungsbetrug und Missbrauchs von Notrufen eingeleitet. Neben der sachleitenden Staatsanwaltschaft Traunstein wird umgehend die Führerscheinstelle in Mühldorf a. Inn von den Vorkommnissen in Kenntnis gesetzt.

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