Ich bin einfach eine Mühldorferin und das wird auch immer so bleiben

Die erste Vorsitzende des Mühldorfer Jugendparlaments, Emilia Schörghuber, und der zweite Vorsitzende, Fabian Bartsch, sprechen mit inn-sider über die Arbeit des Jugendparlaments, politisches Engagement und ihre Verbundenheit zu Mühldorf.

Info: Das Interview wurde am 13.05.2021 geführt.

 
Nach einer gewissen Zeit, meistens hundert Tage, resümieren neu gewählte Politiker gerne über die bereits verstrichene Amtszeit. Was würdet ihr sagen, müsstet ihr eine solche 100-Tage-Rede halten?


Fabian: Ich würde sagen, dass es gut angelaufen ist, dass wir die Strukturen geschaffen haben und dass die einzelnen Arbeitsgemeinschaften, die wir bis jetzt schon erstellt haben ihre Arbeit gut aufgenommen haben, und diese schon viele gute Vorschläge durch Brainstorming gefunden haben. Der nächste Schritt ist jetzt, dass wir da konkrete Projekte ausarbeiten, die wir dann auch umsetzen.


Emilia: Dem habe ich kaum etwas hinzuzufügen. Rückblickend muss ich sagen, dass es bisher gut verlaufen ist. Dafür, dass wir ja das erste Jugendparlament sind, hätte man ja mit Startschwierigkeiten rechnen können. Aber das hat es eigentlich gar nicht gegeben – alle sind super motiviert und engagiert. Und darüber bin ich auch sehr happy. Ich glaube, dass man da in Zukunft coole Sachen auf die Beine stellen kann, nachdem wir jetzt am Anfang, wie gesagt, ein paar organisatorische und strukturelle Sachen klären mussten. Aber für die Zukunft, glaube ich, ist jetzt das Fundament gelegt. Und da können wir jetzt coole Sachen drauf aufbauen


Fangen wir von vorne an: Was ist das Selbstverständnis des Jugendparlaments und welche Ziele verfolgt es?


Fabian: Ein großes Ziel des Jugendparlament ist es, die Mühldorfer Jugend für Politik zu interessieren und ihnen in der kommunalen Politik ein Mitspracherecht zu geben. Ein Ohr für die Jugend zu schaffen, sozusagen.


Emilia: Ich glaube auch, dass das der wichtigste Punkt ist, der Mühldorfer Jugend eine Stimme zu geben. Und daneben natürlich auch, die Jugend für die Politik zu interessieren. Wichtig ist aber primär: dass die Jugend gehört wird, dass die Jugend sich äußern kann, dass Probleme angesprochen werden, die die Jugend hat, die die Älteren, die in der Kommunalpolitik tätig sind, vielleicht nicht so sehen. Die Jugend oder jüngere Leute hat da doch generell einen anderen Blick auf manche Dinge. Das JuPa ist glaube ich auf jeden Fall eine Bereicherung für die Stadt Mühldorf.

Wie sieht denn die konkrete Zusammenarbeit mit dem Stadtrat und dem Bürgermeister aus?


Emilia: Super – da  kann man sich nicht beschweren. Die Stadt, wenn wir Fragen haben, hilft uns immer weiter. Sie vermittelt uns die richtigen Ansprechpartner, antwortet unseren Anfragen. Wir hatten auch schon mal ein Meeting mit Bürgermeister, wo wir direkt ein paar Sachen klären konnten. Also wir wurden da super herzlich aufgenommen. Gottfried Kirmaier, der Jugendreferent der Stadt Mühldorf, ist auch super nett und super lieb und hat auch immer ein offenes Ohr für uns.


Fabian: Ja, sie machen es auf alle Fälle gut, bisher funktioniert die Zusammenarbeit großartig. Aber noch sollten wir nicht unbegrenzt mit Lob um uns schmeißen.

Es ist also noch Luft nach oben?


Fabian: Sagen wir so: Es gab jetzt noch keine Situationen, in denen wir wirklich konkret einmal etwas gefordert haben von der Stadt – was ja aber irgendwann einmal kommen wird. Dann wird man sehen, wie es wirklich ist. Bisher hat sich die Arbeit auf Gespräche begrenzt – das hat super funktioniert! Aber die entscheidenden Punkte, wenn es beispielsweise ums Geld geht, das kommt ja jetzt erst noch. Und dann wird man sehen, wie bereit die Stadt ist, auf uns einzugehen, Geld in die Hand zu nehmen für Projekte, die wir dann ausarbeiten.


Wie sieht die Arbeitsweise des Jugendparlaments aus?


Fabian: Vielleicht erzähle ich ein bisschen zur Struktur. Das JuPa hat bei der ersten Sitzung im Februar die konstituierende Sitzung, die zwei Vorsitzenden, uns beide, gewählt. Emilia in diesem Fall zum ersten Vorsitzenden und mich zum zweiten. Die Legislaturperiode dauert zwei Jahre. Nach einem Jahr wird der Vorsitz gewechselt, offiziell – inoffiziell sind wir mehr Doppelspitze. Wir machen eigentlich fast alles zusammen.Weiters ist noch Kassier, Beisitzer und Schriftführer gewählt worden. In der folgenden Sitzung haben wir bereits inhaltlich diskutiert. Wir haben uns überlegt, welche Arbeitsgemeinschaften wir wollen. Letztendlich sind sechs AGs herausgekommen: die AG Umwelt, die AG Sport und Freizeit, AG Kultur, die AG Student und Azubi, die AG Soziales und die AG Media, die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.


Wie zufrieden seid ihr mit der Arbeit in den AGs und im Plenum?


Fabian: Jedes Mitglied ist in zwei AGs, ich glaube zwei sind sogar in drei. Das zeigt, wie motiviert die Leute sind! Die Arbeit in den AGs ist echt gut angelaufen. Da gab es jetzt teils schon 2 bis 3 Sitzungen. Am besten wurde bisher in der AG Sport und Freizeit gearbeitet. Da sind auch schon externe Anfragen gekommen, die wir jetzt bearbeiten. Anfragen und Anregungen kann man übrigens über unsere Email-Adresse jupa@muehldorf.de einsenden, aber zum Beispiel auch über Instagram @jupa_muehldorf. Bis jetzt haben die AGs, in denen in den ersten Sitzungen jeweils ein AG-Sprecher gewählt, ein bisschen Brainstorming betrieben, was die einzelnen Ziele der AGs sind und welche Projekte sie sich vorstellen können.


Emilia: Wir haben jeden, bis jeden zweiten Monat eine Vollversammlung. Die AGs haben selbstständige Versammlungen, die sie auch selber timen können. In jeder Vollversammlung stellt dann jede AG vor, was sie erarbeitet hat. Und wenn es dann schon konkrete Vorschläge gibt, wird die Vollversammlung darüber abstimmen. Wenn es dann so weit ist und dem Antrag im Jugendparlament zugestimmt wird, geht er weiter an Bürgermeister, Stadtverwaltung und Stadtrat.


Ihr habt bereits gesagt, dass man sich an euch wenden kann. Wie ist da bisher die Resonanz? Bekommt ihr viele Anregung aus der Mühldorfer Jugend?


Emilia: Ich würde sagen, dass sich das vielleicht noch nicht so herumgesprochen, insofern ist dieses Interview auch eine schöne Gelegenheit für uns. Denn wir wollen natürlich möglichst viel Input haben! Also: wenn irgendjemand Probleme, Anregungen, Wünsche, Ideen oder Sonstiges hat, immer her damit. Denn das ist ja unsere Aufgabe: die gesamte Mühldorfer Jugend zu vertreten und nicht nur unsere persönliche Meinung. Ein paar Leute haben schon den Mut zusammengenommen, uns eine E-Mail zu schreiben. Und das finde ich echt cool.


Im Jugendparlament ist eine ziemlich große Altersspanne abgedeckt. Die Jüngsten sind 15 Jahre alt, ihr gehört wohl eher zu den Älteren. Neben dem Alter gibt es sicher auch ein breites politisches Spektrum, das sich im JuPa widerspiegelt. Wie ist da die Dynamik? Gibt es da Gruppen- oder vielleicht sogar eine Art Fraktionsbildung?


Fabian: Also bis jetzt hat es, würde ich sagen, noch keine Fraktionsbildung in dem Sinne gegeben. Klar, es gab Themen, da wurde auch mal stärker diskutiert. Aber das ist super. Es ist jetzt aber nicht so, dass man wirklich sagen kann, da hätten sich jetzt Grüppchen gebildet. Bisher gab es nur eine Menge Einzelmeinungen. Und natürlich gibt es Manche, die Aktiver sind und Manche, die passiver sind. Generell bringen sich aber alle ein.


Emilia: „Fraktion“, würde ich sagen, ist nicht das beste Wort. Das hört sich nach Parteien an und die gibt es im JuPa ja nicht. Wir diskutieren miteinander, da braucht es keine Grüppchen oder Fraktionen. Und egal ob jetzt 15, 16, 17 oder 18, ich finde schon, dass wir gute Diskussionen haben, auch auf einem Niveau, das passt. Jeder ist respektvoll zueinander. Natürlich ist es ist aber auch immer so, dass es Leute gibt, die ganz stark hinter einer Sache stehen und sich wahnsinnig engagieren und Leute, die sich bisher weniger als jene einbringen. Aber trotzdem beteiligt sich eigentlich jeder an den Diskussionen. Auch die jüngeren Mitglieder, wo man sich vielleicht am Anfang denkt, dass diese noch ein bisschen schüchtern sind, haben auch super Meinungen, Argumente und Begründungen.


Also von „parteilichen Einfärbungen“ merkt man im JuPa nichts?


Emilia: Es gibt eben die verschiedenen AGs wie z.B. Sport und Freizeit. Jemand, den das interessiert, geht zu dieser AG. Dann gibt’s die AG Umwelt – jemand, der ein Interesse an Umweltfragen hat, engagiert sich dort. Aber das man jetzt sagt, das ist ein Grüner oder ein SPDler, sowas gibt’s gar nicht. Und ich hoffe auch nicht, dass es in die Richtung geht. Ich denke, ein JuPa braucht das nicht unbedingt. Klar, natürlich hat jeder seine Meinung, aber die politische Gesinnung ist eigentlich egal.


In den Vorstellungen der Kandidaten wurden vor der Wahl auch Ziele und Wünsche genannt. Da standen oft sehr allgemeine Dinge, wie: „Ich möchte die Situation der Jugendlichen verbessern“ etc. Hattet ihr denn konkretere Vorstellungen, vielleicht sogar ganz konkrete Projekte, mit denen ihr in die Kandidatur gegangen seid?


Fabian: Bei mir waren es tatsächlich eher generelle Anliegen. Ich bin Mühldorfer, ich kenne Mühldorf gut, bin jetzt auch schon ein bisschen erfahren und weiß schon auch, was es teilweise für Probleme gibt oder wo es meiner Meinung nach Verbesserungspotenzial gibt. Und bevor ich jetzt irgendwie sage, ich könnte das alles besser als ein Anderer, versuche ich einfach, selber etwas dafür zu tun, es besser zu machen. Dann hab ich mich halt aufgestellt und ja, dann bin ich gewählt worden.


Emilia: Ich muss mich dem Fabian anschließen. Ich bin auch seit 21 Jahren Mühldorferin. Ich in Regensburg, aber ich bin trotzdem irgendwie die meiste Zeit daheim, einfach weil es mir in Mühldorf so gut gefällt. Aber natürlich gibt’s immer Sachen, die einem auffallen, wo man sagt, okay, das könnte man vielleicht besser machen. Als ich vom JuPa gehört habe, dachte ich mir dann, ja, jetzt machst du das einfach. Eben auch deswegen, wie der Fabian gesagt hat, bevor das jemand anders macht, mach’s doch ich. Dann versuche ich, es selber in die Hand zu nehmen und Mühldorf zu verbessern, damit vielleicht meine Kinder auch einmal in Mühldorf aufwachsen können und dann auch so eine super Zeit hier haben wie ich. Jetzt gehen wir ja im JuPa in die inhaltliche Arbeit, wo man dann wirklich auch versuchen kann, etwas zu verändern. Gerade arbeiten wir auch an dem ersten Antrag, den wir dem Stadtrat vorlegen.


Habt ihr schon konkrete Vorstellungen, was dieser erste Antrag sein wird?


Emilia: Ja, tatsächlich haben wir mehrere Optionen. Aber das müssen wir zuerst noch intern abklären, was es dann tatsächlich wird.


Ihr beide studiert nicht in Mühldorf. Fabian, du bist in München und du, Emilia in Regensburg. Aber ihr seht euren Lebensmittelpunkt trotzdem in Mühldorf?


Emilia: Auf jeden Fall – definitiv! Wie gesagt, ich habe seit Oktober eine Wohnung in Regensburg. Wie oft war ich oben? Vielleicht drei Wochen. Einfach weil meine Freunde und meine Familie in Mühldorf sind – und natürlich auch wegen Corona. Und ich weiß auch auf lange Sicht gesehen, dass es mich nach Mühldorf zurückziehen wird und dass ich meine Kinder dort großziehen werde. Das kann ich mit hundertprozentiger Sicherheit sagen. Ich bin da geboren, ich bin einfach eine Mühldorferin und das wird auch immer so bleiben.


Fabian: Ja, das ist bei mir ähnlich. Ich habe auch eine Wohnung in München, bin aber nicht viel dort. Seit Corona ist alles online und ich spiele Mühldorf Volleyball, trainiere dafür drei, viermal die Woche und da bin ich dann natürlich viel in Mühldorf.


Wo wir gerade bei Corona sind: In der Corona-Krise hatten auch Jugendliche, Schüler und Studenten das Gefühl, von der Politik nicht richtig wahrgenommen zu werden. Wie seht ihr das?


Emilia: Ja, die Jugend wurde nicht sonderlich oft angesprochen. Es ging wenn dann eher um Schulöffnungen. Aber z.B. das Wort „Student“ oder „Azubi“ hat man sehr wenig gehört. Das ist natürlich sehr schade, dass man da so untergeht. Und ja, ich hoffe, dass da in Zukunft die Politik vielleicht auch ein bisschen mehr an uns denkt. Ich bin ja selber Studentin und ich habe in Regensburg angefangen zu studieren, war aber eigentlich noch nie an der Uni. Das ist natürlich schon traurig, wenn ich dann meine Eltern reden höre, dass das Studium die tollste Zeit war und das erste Semester der Wahnsinn gewesen ist. Natürlich hätten wir ohne diese Verzichte diese Krise nicht durchgestanden und die Maßnahmen waren natürlich absolut notwendig, trotzdem ist es, wie gesagt, schade, dass die Jugend da nicht so stark erwähnt wurde oder in den Köpfen der Verantwortlichen wenig präsent war. Vielleicht hätte man eine bessere Lösung finden können, aber es ist halt jetzt nun mal so passiert und hoffentlich ist das Ganze auch bald vorbei.


Auf welche Art und Weise will/kann das JuPa in der Zeit nach Corona, konkret auf Corona bezogen, hilfreich sein?


Emilia: Also wir haben auf jeden Fall vor, dass wir ein paar soziale Aktionen starten –Spieleabende, Grillabende am Lagerfeuer, alles, was die Menschen wieder zusammenbringt. In Mühldorf ist ja auch der Campus. Die Studenten, die hergezogen sind, haben vielleicht auch noch nie jemanden gesehen oder getroffen, der mit ihnen studiert. Wir möchten da den Leuten eben die Möglichkeit geben, sich kennenzulernen und soziale Kontakte wieder aufzubauen. Ich glaube, die sozialen Einschränkungen, haben allen sehr zu schaffen gemacht. Da kann das JuPa sicher helfen, das soziale Leben wieder anzufachen.


Fabian: Ich würde schon sagen, dass eine Bierpong-Stadtmeisterschaft auf jeden Fall ein großes Ziel ist.


Emilia, du hast es gerade gesagt: Mühldorf ist eine Studentenstadt. Davon merkt man relativ wenig – gerade, wenn man sie mit anderen Städten vergleicht. Das ist nicht erst seit Corona so. Wie ist da eure persönliche Meinung, kann Mühldorf überhaupt attraktiv sein für einen Studenten?


Emilia: Also ich glaube, das ist immer ein bisschen Ansichtssache. Ich muss da Mühldorf ein bisschen in Schutz nehmen. So lange sind wir ja noch gar nicht Campus-Stadt. Ich glaube, das braucht alles seine Zeit und ich hoffe auch, dass sich das in Zukunft vielleicht ein bisschen bessern wird. Aber anscheinend ist ja die Stadt trotzdem für manche Leute attraktiv, weil es ja genug Studenten gibt, die herziehen. Wenn man sich ein bisschen im Umkreis umschaut, dann gibt’s da schon Möglichkeiten, auch ein Studentenleben zu haben. Aber Luft nach oben ist natürlich da.


Fabian: Ich sehe es schon so, dass in dem Bereich noch etwas getan werden muss. Wir haben ja auch die AG Azubi und Student gegründet, die auch in die Richtung abzielt und die AG Kultur, die sich auch mit dem Thema Nachtleben in Mühldorf irgendwie auseinandersetzen wird. Denn – ganz klar – in der Hinsicht ist Mühldorf nicht attraktiv. Das muss man jetzt ganz ehrlich einfach mal so sagen.


Verlassen wir Mühldorf für einen Moment und wenden uns der großen Politik zu. Dieses Jahr ist Bundestagswahl. Wisst ihr denn schon, was ihr wählt?


Fabian: Ja, ich denke schon.


Emilia: Ja.


Wer glaubt ihr denn, wird der nächste Bundeskanzler?


Emilia: Ich enthalte mich.


Fabian: Ich denke, dass die Grünen jetzt gerade auf einem Umfragehoch hoch waren und ich denke, dass das das Allzeithoch gewesen sein wird. Bei der Bundestagswahl wird die Union dann wieder vor den Grünen sein. Was aber nicht heißt, dass die Union dann den Kanzler stellt, wenn irgendetwas anderes zusammengehen könnte.

Welche Themen sind es denn, die auf bundespolitischer Ebene eurer Meinung nach die Jugend interessieren und einer politischen Lösung bedürfen?


Emilia: Das Thema Klimaschutz steht natürlich hoch im Kurs. Das ist auf jeden Fall ein Punkt, der der jüngeren Generation am Herzen liegt und wichtig ist.


Fabian: Ich hoffe aber auch, dass sich die Jugendlichen bis zur Wahl noch mehr mit anderen Themen beschäftigen, sich also zu noch anderen Dingen als Klimaschutz eine Meinung bilden, damit sie auch das große Ganze sehen, da wirklich umfassend eine Ahnung haben und sich nicht nur auf einzelne Themen berufen, die dann für ihre Wahl entscheidend sind.


Gibt’s denn heute ein Thema, wo ihr sagt, wenn meine Kinder mal im Jugendparlament Mühldorf sitzen, wird sie das noch beschäftigen?


Emilia: Ich glaube, es wird immer auf die gleichen Sachen hinauslaufen. Der Klimawandel wird uns nicht von heute auf morgen verlassen. Und sonst? Wirtschaftliche Themen werden bleiben etc. Aber ansonsten, wenn ich jetzt nochmal auf der Jugendparlament-Ebene schaue, was meine Eltern früher interessiert hat, war mit Sicherheit auch der Sport, Freizeitmöglichkeiten und so weiter. Die Themen waren früher wichtig, sie gibt’s heute und wird es in der Zukunft auch geben.


Fabian: Das sehe ich ähnlich: Die Grundthemen werden bleiben.


Das JuPa ist eine Art, sich als junger Mensch politisch zu betätigen. Seht ihr denn eine Notwendigkeit, noch mehr Möglichkeiten für Jugendliche zu schaffen, an der Politik partizipieren zu können? Beispielsweise durch ein niedrigeres Wahlalter?


Fabian: Ich glaube, dass das Wahlalter mit 18 ganz gut ist. Durch Institutionen wie das Jugendparlament hat man bereits im Jugendalter die Möglichkeit, in Themen und Arbeitsweisen hineinzuschnuppern und mit der Volljährigkeit kann man dann aktiv seine Stimme abgeben. Ich finde, das ist gut so.


Emilia: Ich finde es auch super, dass sich im Jugendparlament jüngere Leute politisch engagieren können. Und wenn es das in mehr oder sogar jeder Stadt gäbe, fände ich das ganz großartig! Somit wird die Jugend an die Politik herangeführt. Mit 15 oder 16 hat man nicht so viel Ahnung, wird vielleicht auch leichter beeinflusst. Jeder sollte sich seine eigene Meinung bilden und das ist bei Manchen auch erst mit 18 möglich – garantiert ist es in dem Alter aber auch nicht.


Wenn eure Zeit im Jugendparlament einmal abgelaufen sein sollte, werdet ihr dann weiterhin politisch aktiv bleiben?


Fabian: Konkrete Pläne habe ich natürlich noch nicht, aber ich könnte es mir schon vorstellen, dass ich auf kommunaler Ebene noch politisch aktiv bleibe.


Emilia: Wie der Fabian sagt, Pläne habe ich nicht geschmiedet. Wählen ist auf jeden Fall schon mal der erste Weg, politisch dabei zu bleiben. Das werde ich auf alle Fälle immer tun. Ob ich dann später mal politisch aktiv werde – auf kommunaler Ebene oder mehr – steht in den Sternen. Vorstellen könnte ich es mir. Aber das liegt alles weit in der Zukunft.


Danke für dieses Gespräch!

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