Alt werden im eigenen Zuhause

(akz-o) Die meisten Menschen in Deutschland wollen auch im Alter in den eigenen vier Wänden im vertrauten Umfeld wohnen bleiben. Dafür sind jedoch oft Umbauten nötig, denn mit zunehmendem Alter verändern sich die Anforderungen an Haus oder Wohnung. Barrierefreiheit gewinnt an Bedeutung, während der Platzbedarf häufig sinkt. Viele ältere Menschen bleiben dennoch in ihrem bisherigen Zuhause, auch wenn es inzwischen zu groß oder nur eingeschränkt geeignet ist. Gerade ältere Bestandsimmobilien weisen oft Hindernisse wie Stufen, schmale Türen oder kleine Bäder auf. Nach Angaben des Spitzenverbands der Wohnungswirtschaft GdW fehlen in Deutschland bis zu 2,5 Millionen weitgehend barrierefreie Wohnungen.

Umbauten frühzeitig planen – Förderung erhalten

Wer neu baut oder kauft, sollte Barrierefreiheit und flexible Raumkonzepte möglichst von Anfang an einplanen. Im Altbau helfen oft schon gezielte Maßnahmen, damit das Wohnen in vertrauter Umgebung länger möglich bleibt. Dazu gehört beispielsweise das Beseitigen von Stufen und Schwellen, aber auch die Verbreiterung von Türen. Von dieser räumlichen Flexibilisierung profitieren im Übrigen alle Generationen: Offene Räume, ebenerdige Duschen und breite Eingänge sind modern und auch für Familien mit kleinen Kindern praktisch. Und wem sein Haus irgendwann zu groß wird, der kann über die Einrichtung einer Einliegerwohnung nachdenken – entweder für eine helfende Person oder für Mieter zur Aufbesserung der Rente.
Vor einem Umbau empfiehlt es sich, den konkreten Bedarf zu prüfen, Prioritäten festzulegen und die Finanzierung zu klären. Wichtig ist außerdem, qualifizierte Fachbetriebe einzubinden, da dies häufig Voraussetzung für eine Förderung ist. Unterstützung gibt es über mehrere Programme. So bietet die KfW im Rahmen des Programms „Altersgerecht Umbauen“ zinsgünstige Kredite von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit an. Dort können auch Zuschüsse für barrierereduzierende Maßnahmen beantragt werden. Die Landesbausparkassen beraten zu den Möglichkeiten und übernehmen als Finanzierungspartner auch die Antragstellung bei der KfW. Zusätzlich gibt es in vielen Bundesländern regionale Förderprogramme. Eine erste Orientierung zu den Kosten barrierereduzierender Maßnahmen bietet der Online-Modernisierungskostenrechner der LBS – zu finden auf www.lbs.de/modernisieren/modernisierungskosten-berechnen.

Beitragsbild: Grafik: LBS/akz-o

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