Mühldorf: „Blitzerfoto“ führt zur Vollstreckung eines Haftbefehls

Bereits seit September 2021 ermittelte die Polizeiinspektion Mühldorf in einem komplexen Fall und kann jetzt einen Erfolg vermelden.

Im Mai 2021 wurde eine 52-jährige Frau in ihrem Pkw auf der Nordtangente in Mühldorf wegen zu schnellem Fahren „geblitzt“. Die damals wohnsitzlose Frau, in Neufahrn/Niederbayern geboren, hatte zudem auf ihren Pkw nicht mehr zugelassene Kennzeichen angebracht. Bereits seit August 2020 war das Fahrzeug nicht mehr versichert und von der Zulassungsstelle Rottenburg a.d. Laaber von Amtswegen abgemeldet worden. Das Fahrzeug konnte jedoch nicht entstempelt werden.

Die kommunale Verkehrsüberwachung Südostbayern in Töging bat die Polizei Mühldorf um entsprechende Übernahme der Ermittlungen.
Die Gesuchte war seit dem Sommer 2020 wie vom Erdboden verschluckt und hatte keinen gemeldeten Wohnsitz. Aus diesem Grund wurde die Fahndungs- und die Ermittlungsarbeit in Mühldorf intensiviert.
Der erste Erfolg stellte sich am 10.10.21 ein: In einer öffentlichen Tiefgarage in Rottenburg a.d. Laaber konnte der Pkw der 52-jährigen abgestellt festgestellt werden und die Kennzeichen wurden von der Polizei entstempelt.Von der Gesuchten fehlte jedoch weiterhin jede Spur.

Allerdings klickten am 25.11.21 die Handschellen für die 52-jährige: Sie konnte widerstandslos an ihrem Arbeitsplatz in Landshut von Polizeibeamten festgenommen werden und zeigte sich hierbei völlig überrascht. Die Frau wurde dem Ermittlungsrichter vorgeführt und kam mit Auflagen wieder auf freien Fuß.

Mittlerweile hat sich die 52-jährige ordnungsgemäß in Neufahrn/NB mit ihrem Wohnsitz angemeldet.

Die Ermittlungsarbeit der Polizei Mühldorf steht nun kurz vor dem Abschluss. Die Frau muss sich abermals wegen Betruges (Einmietbetrug), des Kennzeichenmissbrauchs, eines Verstoßes nach dem Pflichtversicherungsgesetz, Verstoßes nach der StVZO und der StVO, Verstoßes nach dem Kraftfahrzeugsteuergesetz und dem Bundesmeldegesetz vor der Staatsanwaltschaft verantworten.

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