Moderater Anstieg der Arbeitslosenquote im Ferienmonat

Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Traunstein betrug im August 3,7 Prozent, das entspricht einem leichten Anstieg von 0,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vormonatswert, der jedes Jahr im August zu beobachten ist. Aktuell sind 10 353 Menschen, das sind 448 mehr als im Juli arbeitslos gemeldet. Vor einem Jahr lag die Quote bei 2,8 Prozent. 2 669 Menschen weniger waren zu dieser Zeit arbeitslos.
Die einzelnen Landkreisquoten: Traunstein 3,3 Prozent, Altötting 3,6 Prozent, Berchtesgadener Land 4,0 Prozent und Mühldorf 4,1 Prozent.
Die Altersgruppen teilen sich im August wie folgt auf: 1 503 Jüngere unter 25 Jahren, das sind 317 mehr als im Vormonat, bilden einen Anteil von 14,5 Prozent an allen Arbeitslosen. Im Vorjahresvergleich ist das ein Anstieg um 377 junge Menschen, die auf Arbeitssuche sind. In der Untergruppe 15 bis 20 Jahre sind aktuell 367 gegenüber 252 im Juli gemeldet.
„Darunter sind wie jedes Jahr Schulabgänger, die sich vor dem Ausbildungs- oder Studienbeginn melden, aber auch Gesellen nach der Prüfung, die noch nicht wissen, ob sie übernommen werden oder nicht“, erläutert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein.
Bei den Älteren über 50 Jahre gibt es mit 24 Menschen mehr einen leichten Anstieg um 0,7 Prozent gegenüber Juli, und einen Anstieg um 27,8 Prozent im Vorjahresvergleich, das sind 778 Personen. Aktuell sind 3 574 Menschen dieser Altersgruppe von Arbeitslosigkeit betroffen, das sind 34,5 Prozent aller Gemeldeten.
1 902 Menschen konnten sich im August aus Arbeitslosigkeit abmelden. Das sind 208 weniger als im Juli und 316 weniger als im August des Vorjahres. Darunter waren 880 Abmeldungen in Erwerbstätigkeit, 276 davon nahmen eine Ausbildung oder Qualifizierung auf und 647 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. 2 356 Neumeldungen wurden bearbeitet, 413 mehr als im Juli und 429 weniger als im August des Vorjahres. Hiervon kamen 1 009 Menschen aus einer Beschäftigung, 797 aus Ausbildung und 497 aus Nichterwerbstätigkeit.
1 204 Ausbildungsplätze sind noch unbesetzt, gegenüber 239 unversorgten Bewerberinnen und Bewerbern. „Wer jetzt noch eine Ausbildungsstelle möchte, hat gute Chancen, in den ersten drei Monaten nach Ausbildungsbeginn kann man den Einstieg noch gut schaffen“, ermuntert Müller.
Der Arbeitgeberservice meldet im August 3 195 Stellenangebote. Darunter sind 803 neu aufgenommene. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 710 Stellen weniger, im Vergleich zu Juli 184 mehr. Die meisten Stellenangebote kamen aus Produktion und Fertigung (207), Handel und Tourismus (181), und Verkehr und Logistik (122).

Landkreis Altötting

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Altötting betrug im August 3,6 Prozent, das sind 0,8 Prozentpunkte mehr als im Vorjahresmonat und 0,2 mehr als im Juli. 2 288 Menschen sind arbeitslos gemeldet, 144 Menschen mehr als im Vormonat und 527 mehr im Vorjahresvergleich als die Quote bei 2,8 Prozent lag.
Unter den 2 288 sind 340 (Vorjahr 240) Jüngere unter 25 Jahren und 86 (Vorjahr 63) Jugendliche unter 20 Jahre. Im Juli waren es noch 273 unter 25 Jahren, darunter 70 unter 20 Jahren. „Der Ausbildungsmarkt zeigt 321 noch unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber 74 unversorgten Bewerbern“, erläutert Müller „rein rechnerisch stehen jedem unversorgten Bewerber knapp viereinhalb Ausbildungsstellen gegenüber. Es ist noch nicht zu spät, sich um seinen Wunschberuf zu bemühen“, so Müller abschließend.
784 Menschen sind älter als 50 darunter 552 älter als 55 Jahre. In beiden Gruppen stieg die Zahl im Vorjahresvergleich um 26,0 bzw. 26,9 Prozent bei den über 55-Jährigen. Im Vergleich zu Juli sind 18 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Die isolierte Arbeitslosenquote bei dieser Altersgruppe stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Quote um 0,6 Prozentpunkte.
Insgesamt konnten im August 398 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, darunter 264 Kunden der Agentur (SGB III) und 134 Kunden des Jobcenters (SGB II). Hiervon gingen insgesamt 172 in Erwerbstätigkeit, 60 in Ausbildung und 148 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. Dem stehen 529 Zugänge gegenüber, das sind 80 mehr als im Vormonat, und 76 weniger als im Vorjahresmonat.
652 Stellenangebote sind im aktuellen Bestand, hiervon 166 neu aufgenommene. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 226 Stellen weniger, im Juli waren es 23 weniger. Unter den 652 Angeboten sind die Berufsgruppen in Produktion und Fertigung mit 184 am häufigsten vertreten; Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit bieten 102 aktuelle Stellen. Die kaufmännischen Dienstleistungen bieten 90 Angebote und das Gesundheitswesen 103 freie Stellen.

Landkreis Mühldorf

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Mühldorf lag im August bei 4,1 Prozent, ein Anstieg um 0,3 Prozentpunkte gegenüber Juli. 2 693 Menschen waren gemeldet, das sind 160 mehr als im Juli und 739 mehr als im Vorjahresmonat, als die Quote bei 3,0 Prozent lag.
Unter den 2 693 sind 407 Jüngere unter 25 Jahren darunter 96 unter 20 Jahre. Im Vormonat waren es 108 junge Menschen weniger. Der Anteil dieser Altersgruppe am Gesamtbestand beträgt 15,1 Prozent, die isolierte Arbeitslosenquote 5,2 Prozent. „Die aktuellen Zahlen belegen, dass momentan noch 218 Ausbildungsstellen unbesetzt und 65 Jugendliche unversorgt sind“, erklärt Müller, „das sind 2 unbesetzte Ausbildungsstellen mehr und 21 unversorgte Bewerber weniger als im August letztes Jahr. Jeder einzelne junge Mensch, der noch eine Ausbildung sucht, ist eingeladen, sich auch mithilfe der Berufsberatung schnellstmöglich seinen Ausbildungsplatz zu sichern“, appelliert Müller abschließend.
865 ältere über 50 Jahre sind gemeldet, ein Anstieg um 25 Menschen im Vergleich zu Juli, und ein Anstieg um 212 Menschen im Vorjahresvergleich. Darunter sind 583 älter als 55 Jahre, das sind 26 Menschen mehr als im Juli, und 170 mehr als im Vorjahresmonat. Das entspricht einem Anstieg von 41,2 Prozent.
Auf den Landkreis Mühldorf entfallen im August 438 Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit, gegenüber 461 im Vormonat. Darunter waren 279 Kunden der Agentur und 159 Kunden des Jobcenters. 175 davon nahmen eine Arbeit auf, 89 gingen in Ausbildung oder Qualifizierung und 150 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. 607 Neumeldungen sind zu notieren, eine Zunahme gegenüber Juli um 104 und eine Abnahme um 82 im Vergleich zum Vorjahr.
661 Stellen sind im Bestand, hiervon 142 neue Angebote. Im Vergleich zu Juli sind dies 25 Stellen mehr und im Vorjahresvergleich 231 weniger. Von den 637 sozialversicherungspflichtigen Stellen im Gesamtbestand bieten die Berufsbereiche Produktion und Fertigung mit 214 offenen Stellen, Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung mit 141 und kaufmännische Dienstleistungen, Vertrieb und Tourismus mit 85 Stellen die meisten Angebote.

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