12. bis 17. Oktober 2026: Was diese Woche wichtig war
Die Region beschäftigt sich weiter mit den Folgen ihrer industriellen Vergangenheit – und muss zugleich wichtige Entscheidungen für die Zukunft treffen. Im Landkreis Altötting verschärft sich der Streit um die PFOA-Belastung: Neben dem Landkreis und Burghausen bereitet inzwischen auch Neuötting rechtliche Schritte gegen den 3M-Konzern vor. In Mühldorf rückt die Suche nach einem geeigneten Standort für ein neues Hallenbad erneut in den Mittelpunkt. Daneben ging es um Gesundheitsversorgung, Bauvorhaben und die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus.
Landkreis Mühldorf
Neues Hallenbad: Standortsuche bleibt schwierig
Der geplante Neubau des Mühldorfer Hallenbads steht vor weiteren Hürden. Der Standort an der Nordtangente wird geprüft, doch vor allem die Zufahrt zum Gelände bereitet Probleme. Da das bestehende Bad nur noch begrenzt sicher nutzbar sein soll, bleibt die Frage nach einer tragfähigen Lösung dringlich.
InnKlinikum investiert in moderne Operationstechnik
Das InnKlinikum Mühldorf setzt auf technische Weiterentwicklung und investiert in einen OP-Roboter des Typs „da Vinci“. Die Anschaffung soll die medizinischen Möglichkeiten am Standort erweitern.
Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus
In Mühldorf wurde mit Stolpersteinen an Menschen erinnert, die während der NS-Zeit verfolgt und ermordet wurden. Die Aktionen rücken persönliche Schicksale ins Bewusstsein und setzen ein Zeichen gegen das Vergessen.
Stromausfall beschäftigt die Stadtwerke
In Mühldorf kam es erneut zu einem Stromausfall. Die Stadtwerke waren gefordert, die Versorgung wiederherzustellen und die Ursache des Ausfalls zu klären.
Landkreis Altötting
PFOA: Neuötting bereitet rechtliche Schritte gegen 3M vor
Der Streit um die Folgen der jahrzehntelangen PFOA-Belastung weitet sich aus. Nach Burghausen und dem Landkreis Altötting will nun auch die Stadt Neuötting mögliche Ansprüche gegen den Dyneon-Mutterkonzern 3M rechtlich vorbereiten. Es geht darum, Schäden durch belastete Böden geltend zu machen und mögliche Ansprüche rechtzeitig zu sichern.
Wie mit belastetem Bodenaushub umgehen?
Der Landkreis prüft eine weitere Möglichkeit, mit PFOA-belastetem Boden umzugehen: Material könnte künftig in stillgelegten Stollen des Wacker-Salzbergwerks in Stetten untergebracht und per Bahn transportiert werden. Zugleich steht eine mögliche Reaktivierung der Deponie am Kaisersberg im Raum. Die Kosten sollen nach Vorstellung des Landkreises dem Verursacher zugerechnet werden.
Kommunalpolitik berät über Umwelt und Stadtentwicklung
Auch in Altötting standen Themen wie die Begrünung von Straßenräumen, PFOA und das Freibad auf der kommunalpolitischen Tagesordnung. Damit bleiben Umweltfragen und die Gestaltung des öffentlichen Raums wichtige Aufgaben für die Stadt.
Region Wasserburg
Polizist rettet Frau aus dem Inn
Ein Wasserburger Polizeibeamter sprang am Montagmorgen in den kalten Inn, um eine 65-jährige Frau aus dem Wasser zu retten. Der Einsatz nahe dem Innkraftwerk erforderte schnelles Handeln; auch die Feuerwehr wurde alarmiert.
Wasserburger Basketballerinnen vor heimischem Publikum
Für die Basketballerinnen des TSV 1880 Wasserburg stand der nächste Spieltag in der 2. Bundesliga Süd an. Gegen Mainz wollten sie in der Badria-Halle den zweiten Saisonsieg der Saison einfahren – und vor heimischen Fans punkten.
Der Blick auf die kommende Woche
Im Landkreis Altötting dürfte die Frage nach dem weiteren Vorgehen gegen 3M eines der wichtigsten Themen bleiben – sowohl juristisch als auch bei der Suche nach Lösungen für belastete Böden. In Mühldorf wird es darauf ankommen, ob sich beim Hallenbad ein geeigneter Standort finden lässt. Auch die Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung und die kommunalen Zukunftsprojekte bleiben im Blick.
Quellen: Mühldorfer Anzeiger und Wasserburger Zeitung (OVB-Heimatzeitungen) sowie Alt-Neuöttinger Anzeiger (PNP) und eigene Recherchen; Beitragsbild: Stolpersteine, Foto: Stadt Mühldorf