Aiwanger begrüßt EU Chips Act

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich bei einem Besuch in Brüssel mit dem Kabinett von EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton über den European Chips Act ausgetauscht. Aiwanger: „Deutschland leidet massiv unter dem weltweiten Chipmangel. Dieses Problem muss aktiver angegangen werden. Bayern hat ein starkes Halbleiter-Ökosystem und will diese Stärke in die Problemlösung einbringen. Wir erwarten aber auch von der EU deutlich mehr Geschwindigkeit bei der Umsetzung der Mikroelektronik-Projekte. Unser Ziel ist es, die bayerischen Stärken bei Forschung, Entwicklung und Chipdesign mit Unterstützung des Chips Act weiter auszubauen.“

Der Staatsminister tauschte sich aus mit der stellvertretenden Kabinettschefin Lucia Caudet und Fabrice Comptour, dem Kabinettsexperten für den Chips Act. Die EU will bis 2030 mindestens 20 Prozent der weltweiten Produktion von fortschrittlichen Halbleitern produzieren. Dafür sollen 43 Milliarden Euro investiert werden.

Auf Initiative von Wirtschaftsminister Aiwanger wurde im vergangenen Jahr ein Bayerisches Halbleiterbündnis gegründet. Geplant ist der Aufbau eines Chipdesign-Zentrums. Zudem werden universitäre Ausbildung und Forschung unterstützt. Ende Juni findet ein hochrangig besetzter Halbleiterkongress in München statt. 

Aiwanger: „Wir wollen den Aufbau der bayerischen Chipdesign-Kompetenz mit 50 Millionen Euro unterstützen. Der aktuelle Halbleitermangel hat gezeigt, dass wir uns nicht mehr auf internationale Lieferketten verlassen können. Wir brauchen Chipdesign-Knowhow im eigenen Land. Deshalb begrüße ich den Chips Act der EU. Es ist der richtige Weg, eigene Kapazitäten aufzubauen. Deswegen müssen wir jetzt schnell und unbürokratisch loslegen, um eigene Lieferketten aufzubauen. Unser Gespräch in Brüssel hat mich in der Einschätzung bestätigt, dass Europa noch einen Zahn zulegen muss, um den Anschluss an die weltweite Entwicklung wieder herzustellen. Notifizierung, Förderung und Umsetzung dauern deutlich zu lange. Diese Themen werden wir in nächster Zeit von Brüssel vehement einfordern.“

Foto: Elke Neureuther/StMWi

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