A94: Wimpasing dreimal ausgelöst – Ast, Plane und hohe Ladung sorgen für Einsätze

Die Höhenkontrolle an der Einhausung Wimpasing bei Ampfing bleibt ein Dauerbrenner auf der A94: Innerhalb von rund 15 Stunden schlug die Anlage gleich dreimal an. Ein herausragender Ast auf einem mit Schnittgut beladenen Lkw sorgte am Dienstag für eine Tunnelsperrung und rund drei Kilometer Stau. Wenige Stunden später war ein Sattelauflieger mit 4,24 Metern zu hoch. In der Nacht zum Mittwoch löste schließlich eine 4,23 Meter hohe Ladung die Kontrolle aus – diesmal allerdings mit gültiger Genehmigung.

Wimpasing: Ein Ast sorgt für drei Kilometer Stau

Am Dienstag gegen 11.45 Uhr löste ein mit Schnittgut beladener Lkw die Höhenkontrolle in Fahrtrichtung Passau aus. Die Autobahnpolizei stellte den 55-jährigen Fahrer kurz darauf fest. Aus seiner Ladung ragte ein Ast nach oben, der die Kontrolle ausgelöst hatte.

Die Einhausung musste daraufhin gesperrt werden, es bildete sich ein Rückstau von rund drei Kilometern. Nachdem der Ast anders positioniert worden war, durfte der Fahrer weiterfahren. Gegen ihn wird eine Ordnungswidrigkeitenanzeige mit Bußgeld erstattet.

4,24 Meter hoch: Sattelauflieger löst Kontrolle aus

Um 14.30 Uhr war Wimpasing erneut an der Reihe. Diesmal löste ein 33-jähriger Fahrer mit seinem Sattelzug in Richtung München die Höhenkontrolle aus.

Die Beamten stellten fest, dass die Stützen an den Planenaußenwänden des Aufliegers nicht korrekt gehandhabt worden waren. Dadurch erreichte das Fahrzeug eine gemessene Höhe von 4,24 Metern.

Nach der Beseitigung des Mangels konnte der Sattelzug weiterfahren. Der Fahrer musste eine Sicherheitsleistung für die zu erwartende Geldbuße hinterlegen.

Nachts erneut Alarm – diesmal war die Genehmigung passend

Kurz nach Mitternacht war die Höhenkontrolle erneut gefordert. Gegen 2.30 Uhr am Mittwoch löste ein 21-jähriger Berufskraftfahrer mit seinem Sattelzug die Anlage in Richtung Passau aus.

Die Ladung war mit 4,23 Metern tatsächlich sehr hoch. Allerdings konnte der Fahrer einen Genehmigungsbescheid vorlegen, der eine Ladehöhe von bis zu 4,25 Metern erlaubte.

Die Beamten begleiteten den Sattelzug deshalb durch die Einhausung. Anschließend durfte der Fahrer seine Fahrt ohne Beanstandung fortsetzen.

Mettenheim: Übermüdeter Lkw-Fahrer bringt Verkehr in Gefahr

Auch abseits von Wimpasing musste die Autobahnpolizei am Dienstagabend einschreiten. Gegen 22.45 Uhr beobachtete eine 24-jährige Autofahrerin bei Mettenheim einen stark pendelnden Sattelzug.

Als sie den Lkw auf der linken von zwei Fahrspuren überholen wollte, geriet dieser mit den linken Reifen bis in die Mitte der Überholspur. Nur durch starkes Abbremsen konnte die Frau einen Zusammenstoß verhindern.

Auch danach setzte der Sattelzug seine auffällige Fahrt fort. Die Zeugin beobachtete weitere Schlingerbewegungen und sogar einen weiteren Beinaheunfall mit einem Lkw. Die Polizei konnte den Sattelzug wenig später auf einem Abstellplatz stoppen.

Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der 54-jährige Fahrer offensichtlich stark übermüdet war. Seine Weiterfahrt wurde deshalb unterbunden. Gegen den Mann wird nun weiter ermittelt; der Vorgang wird der zuständigen Staatsanwaltschaft vorgelegt.

Neuötting: Lkw übersieht vorfahrtsberechtigtes Auto

Am Dienstagnachmittag kam es an der Ausfahrt Neuötting zu einem Unfall mit leicht verletzter Autofahrerin. Ein 42-jähriger Lkw-Fahrer wollte gegen 16 Uhr von der Autobahnausfahrt kommend nach rechts auf die B 588 in Richtung Passau abbiegen.

Dabei übersah er eine vorfahrtsberechtigte 37-jährige Autofahrerin aus dem Landkreis Altötting. Die beiden Fahrzeuge stießen zusammen.

Die Frau klagte an der Unfallstelle über leichte Schmerzen und begab sich selbstständig zu einem Arzt. Der Sachschaden beträgt rund 5000 Euro. Beide Fahrzeuge blieben fahrbereit.

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