A94: Aquaplaning, Alkoholfahrt, technische Defekte und Verstöße bei Kontrollen

Auf der A94 war die Autobahnpolizei Mühldorf am Inn am Wochenende erneut bei mehreren Unfällen und Verkehrskontrollen im Einsatz. Neben Aquaplaning und einem alkoholisierten Porsche-Fahrer beschäftigten die Beamten auch ein verlorenes Fahrzeugteil, einen Reifenplatzer sowie Verstöße mit E-Scooter und im gewerblichen Güterverkehr. Damit zeigt die A94 einmal mehr ihre ganze Bandbreite: von witterungsbedingten Unfällen bis hin zu teils erheblichen Verkehrs- und Kontrollverstößen.

A94 bei Mettenheim: Aquaplaning führt zu Unfall

Am Freitag, 21. August 2026, gegen 17.30 Uhr, geriet ein 39-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Mühldorf auf der A94 bei Mettenheim in Fahrtrichtung Passau aufgrund von Aquaplaning und nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schleudern.

Der BMW kollidierte mehrfach mit der Betongleitwand und anschließend mit einem Kilometerschild, bevor er auf dem Standstreifen im Wildschutzzaun zum Stehen kam. Der Fahrer blieb unverletzt. Am Fahrzeug und an den Einrichtungen entstand ein Gesamtschaden von rund 28.000 Euro.

Heldenstein: Porsche-Fahrer alkoholisiert – mehrere Strafverfahren

Deutlich umfangreicher war der Einsatz am Freitagabend an der Anschlussstelle Heldenstein. Gegen 19 Uhr kam ein 31-jähriger Mann aus dem Landkreis Mühldorf mit seinem Porsche 911 Carrera auf regennasser Fahrbahn und bei nicht angepasster Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug schleuderte über einen Grünstreifen auf den gegenüberliegenden Einschleifer und kam dort zum Stillstand.

Ein 23-jähriger Zeuge beobachtete den Unfall und kümmerte sich um die Absicherung. Nach eigenen Angaben war er zuvor von dem Porsche-Fahrer genötigt und durch das Zeigen des Mittelfingers beleidigt worden.

Bei der Unfallaufnahme stellte die Polizei deutlichen Alkoholgeruch bei dem 31-Jährigen fest. Der Mann wollte sich zunächst zu Fuß entfernen und widersetzte sich anschließend bei der Verbringung in ein Polizeifahrzeug den Maßnahmen. Die Beamten mussten ihn zu Boden bringen und aus Gründen der Eigensicherung fixieren.

Dabei wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt und ein Dienstfahrzeug beschädigt. Eine Blutentnahme wurde angeordnet. Der Porsche wurde zur beweissicheren Klärung der Fahrereigenschaft sichergestellt und spurentechnisch untersucht.

Gegen den Mann wird unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, unerlaubten Entfernens vom Unfallort, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Nötigung und Beleidigung ermittelt. Am Porsche entstand ein Schaden von etwa 15.000 Euro, der Flurschaden an der Anschlussstelle wird auf rund 2.000 Euro geschätzt.

Heldenstein: Radnabenkappe trifft nachfolgenden Audi

Am Samstagvormittag kam es bei Heldenstein zu einem deutlich kleineren Unfall. Bei einem Tesla löste sich während der Fahrt eine Radnabenkappe und flog gegen einen nachfolgenden Audi S4.

Der Tesla-Fahrer bemerkte den Vorfall nicht und fuhr weiter. Der Audi-Fahrer verständigte die Autobahnpolizei, die den Tesla-Fahrer schließlich an der Anschlussstelle Altötting anhalten konnte. Die herumfliegende Abdeckung verursachte am Audi lediglich leichte Kratzer und einen kleinen Riss im Kühlergrill. Der Gesamtschaden beträgt rund 125 Euro.

Schwindegg: Reifenplatzer führt zu Unfall

Ebenfalls am Samstag, gegen 14.30 Uhr, platzte bei einem Skoda eines 43-jährigen ungarischen Fahrers auf Höhe Schwindegg ein Reifen. Der Fahrer verlor die Kontrolle und prallte gegen die rechte Leitplanke.

Verletzt wurde niemand. Der Skoda war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Feuerwehr und Autobahnmeisterei kümmerten sich um Absicherung und Reinigung der Fahrbahn. Der Schaden liegt bei rund 5.000 Euro.

Winhöring/Eisenfelden: E-Scooter mit zwei Personen und ohne Versicherung

Am Sonntag wurde in Eisenfelden ein 23-jähriger E-Scooter-Fahrer kontrolliert, der eine weitere Person auf dem Elektrokleinstfahrzeug beförderte. Zudem erhärtete sich der Verdacht, dass für den E-Scooter kein Versicherungsschutz bestand.

Das Fahrzeug wurde sichergestellt. Gegen den Fahrer werden weitere Ermittlungen geführt.

Mettenheim: Verstöße im gewerblichen Güterverkehr

Am Sonntagabend kontrollierten Beamte bei Mettenheim einen 30-jährigen rumänischen Fahrer eines Kleintransporters mit Anhänger. Dabei stellten sie fest, dass der Mann im grenzüberschreitenden Güterverkehr unterwegs war, ohne die erforderliche Fahrerkarte zu verwenden.

Als Begründung gab der Fahrer an, sein Chef habe dies so angeordnet. Gegen den Firmenchef wird deshalb gesondert wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Fahrpersonalgesetz ermittelt. Der Fahrer musste für das zu erwartende Bußgeldverfahren eine Sicherheitsleistung im dreistelligen Bereich hinterlegen.

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