SEK-Zugriff: Drei Tatverdächtige wegen bewaffneten Drogenhandels in Untersuchungshaft
Winhöring / Simbach am Inn: Am Freitagabend, 9. Januar 2026, haben Ermittler der Kriminalpolizei Mühldorf gemeinsam mit Spezialeinheiten der Bayerischen Polizei (SEK Südbayern) mehrere Wohnungen in Winhöring und Simbach am Inn durchsucht. Dabei wurden zwei Männer und eine Frau festgenommen. Ihnen wird bewaffnetes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie die illegale Einfuhr von Methamphetamin („Crystal“) vorgeworfen.
Dem Zugriff waren monatelange Ermittlungen des Rauschgiftkommissariats der Kriminalpolizei Mühldorf vorausgegangen, die durch umfangreiche kriminaltaktische und operative Maßnahmen sowie die Unterstützung mehrerer Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd begleitet wurden. Im Fokus der Ermittlungen stand insbesondere der Bereich Winhöring im Landkreis Altötting.
Am Abend des 9. Januar 2026 erfolgte schließlich der koordinierte Zugriff unter Beteiligung des SEK Südbayern. Festgenommen wurden zwei Männer im Alter von 44 und 58 Jahren aus den Landkreisen Altötting und Rottal-Inn sowie eine 34-jährige Frau aus dem Landkreis Altötting.
Bei den anschließenden Durchsuchungen mehrerer Wohnungen und Objekte stellten die Einsatzkräfte umfangreiche Beweismittel sicher. Darunter befanden sich knapp ein Kilogramm Marihuana, mehrere hundert Ecstasy-Pillen, Crystal Meth sowie psychoaktive Pilze. Darüber hinaus wurden zahlreiche teils griffbereite Waffen aufgefunden, darunter Messer, eine Machete, Baseballschläger und eine Pistole. Zudem wurde Bargeld sichergestellt.
Auf Antrag der sachleitenden Staatsanwaltschaft Traunstein erließ die Ermittlungsrichterin am Amtsgericht am 10. Januar 2026 Haftbefehle gegen alle drei Beschuldigten. Die Tatverdächtigen wurden in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten eingeliefert und befinden sich seither in Untersuchungshaft.
Einordnung zur regionalen Sicherheitslage
Der Einsatz verdeutlicht aus polizeilicher Sicht, dass organisierter und teils bewaffneter Rauschgifthandel auch in ländlich geprägten Regionen Südbayerns konsequent verfolgt wird. Gleichzeitig betonen die Ermittlungsbehörden, dass es sich um gezielte Maßnahmen gegen eine überschaubare Tätergruppierung handelt und keine Hinweise auf eine flächendeckende Gefährdung der Bevölkerung bestehen.
Durch den erfolgreichen Zugriff und die Sicherstellung von Betäubungsmitteln und Waffen ist es gelungen, eine konkrete Gefahrenlage frühzeitig zu unterbinden. Die Polizei sieht darin ein Beispiel für die wirksame Zusammenarbeit von Kriminalpolizei, Staatsanwaltschaft und Spezialeinheiten und bekräftigt ihren Anspruch, auch komplexe und gewaltgeneigte Drogenkriminalität in der Region konsequent zu bekämpfen.
Die Kriminalpolizei Mühldorf führt die Ermittlungen in dem Verfahren weiter.
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