Leichter Quotenrückgang zum Saisonende

Landkreis Altötting
Die Arbeitslosenquote im Landkreis Altötting betrug im Oktober 3,4 Prozent. Das bedeutet, es sind 2 145 Menschen auf der Suche nach einer Erwerbstätigkeit. Im Vormonat waren es 39 Menschen mehr, die Quote war dieselbe. Der Vorjahresvergleich zeigt einen Anstieg um 32,0 Prozent, d.h. 520 Menschen mehr sind aktuell von Arbeitslosigkeit betroffen; die Quote lag damals bei 2,6 Prozent.
Unter den 2 145 sind 242 Jugendliche unter 25 Jahren (Vormonat 265), davon 42 unter 20 Jahren (Vormonat: 60). Die Anzahl der arbeitslosen Menschen über 50 Jahre ist mit 766 im Vergleich zum Vormonat um 6 leicht gesunken, im Oktober des Vorjahres waren es 153 Menschen dieser Altersgruppe weniger. „Die Demographie-Diskussion können wir konstruktiv führen, wenn wir 50plus nicht mehr als Zahl betrachten, sondern wieder mehr als Erfahrungsschatz, der in vielerlei Beziehungen und Bedingungen des Berufslebens wertvoll sein kann“, appelliert Müller.
Die Anzahl der Langzeitarbeitslosen stieg leicht im Vormonatsvergleich um 25 und unterscheidet sich im Vorjahresvergleich um plus 153, so dass aktuell 540 Menschen im Landkreis zu dieser Gruppe zählen.
466 Menschen meldeten sich erstmals oder erneut arbeitslos. Das sind 99 oder 17,5 Prozent weniger als im Oktober des Vorjahres. Im September meldeten sich 49 Menschen weniger. Die Analyse der Neumeldungen zeigt, dass 211 Menschen aus Erwerbstätigkeit kamen, 86 aus Ausbildung und 163 aus Nichterwerbstätigkeit. 503 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, das sind 20 weniger als im Vormonat. Davon 176 durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, 159 begannen eine Ausbildung oder Qualifizierung und 151 Menschen meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab.
Insgesamt sind 1 243 Kunden bei der Agentur (SGB III) und 902 Kunden bei dem Jobcenter (SGB II) gemeldet.
639 Stellenangebote sind im Oktober im aktuellen Bestand, das sind 11 mehr als im September. Im Vorjahresmonat gab es 147 Stellen mehr. Den größten Anteil haben die Fertigungsberufe mit 185 aktuellen Angeboten, gefolgt von Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit mit 102 freien Stellen.

Landkreis Mühldorf
Die Arbeitslosenquote im Landkreis Mühldorf betrug im Oktober 3,8 Prozent, das ist ein Rückgang um 0,2 Prozentpunkte im Vormonatsvergleich. 2 490 Menschen waren im Oktober arbeitslos gemeldet, 139 oder 5,3 Prozent weniger als im September. Der Vorjahresvergleich zeigt einen Anstieg um 33,6 Prozent, das heißt 626 Menschen mehr sind in diesem Jahr gemeldet.
Aktuell sind 282 jüngere unter 25 Jahre gemeldet, wovon 48 unter 20 Jahre alt sind. Im September waren es noch 329 junge Menschen. 869 Menschen sind älter als 50, darunter gehören 585 zu den Älteren über 55 Jahre. Diese Altersgruppe hat 34,9 Prozent Anteil an der Gesamtheit aller Arbeitslosen im Landkreis. Der Vormonatsvergleich zeigt einen Gleichstand; der Vorjahresvergleich eine Zunahme um 193 Menschen.
 „Die pauschalen Vorbehalte gegenüber älteren Wiedereinsteigern sind in den meisten Fällen durch eine sachliche individuelle Betrachtungsweise auszuräumen“, so Müller, „es geht stets um eine erfolgversprechende Gelegenheit für beide Seiten“, schließt Müller. 
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen beträgt 632, ein Anstieg gegenüber September um 17, und um 139 im Vorjahresvergleich.
Getrennt nach Rechtskreisen zählen 1 418 Kunden zur Agentur für Arbeit und 1 072 sind Kunden des Jobcenters.
503 Neumeldungen, das sind 63 weniger als im Vormonat, und 109 weniger als im Oktober 2019 wurden von der Arbeitsvermittlung bearbeitet. Hiervon kamen 217 aus Erwerbstätigkeit, 122 meldeten sich nach Ausbildung oder Qualifizierung und 147 kamen aus Nichterwerbstätigkeit. Dem stehen 642 Abmeldungen, das sind 17 mehr als im Vormonat, gegenüber. Hiervon gingen 244 Menschen wieder in Erwerbstätigkeit und 201 in Ausbildung oder Qualifizierung.
732 Stellenangebote sind beim Arbeitgeberservice registriert, gegenüber September ist das ein Minus von 2 Stellen. Der Zugang mit 157 neuen Angeboten ist im Vormonatsvergleich um 34 gesunken, im Vorjahresvergleich um 16 gestiegen.
224 Angebote zählen zu den Fertigungsberufen mit vielfältigen Berufsbereichen, 135 Angebote kommen aus den Branchen Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung und 106 aus Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit.

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