Kleine Gewohnheit, große Wirkung: Der Einfluss des richtigen Trinkverhaltens
(akz-o) Wer seine Ernährung umstellen will, denkt meist zuerst an neue Rezepte, ausgewogene Wochenpläne oder mehr frische Zutaten. Fachleute weisen jedoch darauf hin, dass ein bewusster Lebensstil nicht nur auf dem Teller beginnt. Auch das Trinkverhalten spielt eine zentrale Rolle und kann ein erster Ansatzpunkt für veränderte Gewohnheiten sein.
Bewusste Ernährung beginnt im Glas
Die Ernährungsberaterin und Diplom-Oecotrophologin Maike Grimmelt rät dazu, sich am Anfang nicht zu viel auf einmal vorzunehmen: „Das richtige Trinken ist der erste Schritt, der sich zudem leicht umsetzen lässt. Trinken läuft meist nebenher. Es passiert automatisch, zwischen Terminen, unterwegs, bei der Arbeit, zu Hause. Gerade weil es so selbstverständlich ist, wird es selten hinterfragt. Und genau hier liegt der blinde Fleck vieler guter Vorsätze. Bewusste Ernährung beginnt nicht nur auf dem Teller, sondern auch im Glas.“ Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist nach Angaben der Expertin ein wesentlicher Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Sie beeinflusst Kreislauf, Konzentration und auch das Hungergefühl, weiß Maike Grimmelt: „Wer zu wenig trinkt, fühlt sich schneller müde oder greift zwischendurch zu etwas Essbarem, obwohl eigentlich Durst dahintersteckt. Ein Glas Mineralwasser kann hier mehr bewirken als der nächste Snack.“
Unkomplizierter Einstieg in bewusste Ernährung
Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Expertin, eine feste Trinkroutine zu etablieren. Mineralwasser ist dafür gut geeignet. Es liefert kalorienfreie Flüssigkeit und zusätzlich Mineralstoffe. Es erfrischt, passt zu jeder Gelegenheit und ist ohne weiteren Aufwand verfügbar. Wer Abwechslung möchte, kann frische Kräuter oder Früchte hinzufügen. Das ist unkompliziert und alltagstauglich. „Bewusst trinken heißt nicht, alles neu zu denken“, sagt Ernährungsberaterin Grimmelt. „Es bedeutet, eine kleine Entscheidung bewusst zu treffen. Morgens nach dem Aufstehen ein Glas Mineralwasser. Zu den Mahlzeiten. Zwischendurch im Büro oder unterwegs. Solche Routinen kosten kaum Energie, machen aber einen spürbaren Unterschied.“ Entscheidend sei nach Einschätzung der Expertin die langfristige Umsetzbarkeit im Alltag. Wer beim Trinken ansetzt, wählt einen unkomplizierten Einstieg in eine bewusste Ernährung. Dies könne die Wahrscheinlichkeit erhöhen, entsprechende Gewohnheiten dauerhaft beizubehalten.
Beitragsbild: Maike Grimmelt Foto: Picture People/Maike Grimmelt/akz-o