Jahreseinstieg mit typischer Januarquote

Landkreis Altötting
Die Arbeitslosenquote im Landkreis Altötting betrug im Januar 4,1 Prozent, eine um 0,5 Prozentpunkte gestiegene Quote im Vergleich zum Dezember. Im Vorjahresmonat 2020 betrug sie 3,5 Prozent. 2 603 Menschen sind arbeitslos gemeldet, das sind 405 Menschen mehr als vor einem Jahr, und 301 mehr als im Vormonat. Das bedeutet einen deutlichen Anstieg um 18,4 Prozent zum Vorjahr und eine Steigerung um 13,1 Prozent verglichen mit Dezember.
Darunter sind 271 (Vorjahr 234) jüngere unter 25 und 978 (Vorjahr 820) ältere über 50 Jahre. Bei den unter 20-jährigen sind noch 48 gemeldet, 5 weniger als im Dezember und 10 weniger als im Januar 2020.
668 Menschen meldeten sich erstmals oder erneut arbeitslos, das sind 106 mehr als im Dezember, eine Steigerung um 18,9 Prozent. Hiervon kamen 475 aus Erwerbstätigkeit, 69 aus Ausbildung und 117 aus Nichterwerbstätigkeit. Dem stehen 371 Abmeldungen gegenüber, das sind 18 mehr als im Dezember. 157 Menschen gaben als Grund die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit an, 46 beginnen eine Ausbildung oder Qualifizierung.
Getrennt nach Rechtskreisen waren 1 665 Menschen Kunden der Agentur und 938 Menschen Kunden des Jobcenters.
612 Langzeitarbeitslose, das sind 42 mehr als im Vormonat und 254 mehr als im Januar 2020 bilden 23,5 Prozent des Gesamtbestandes. „Langzeitarbeitslosigkeit betrifft alle Altersgruppen und kann sehr unterschiedliche Gründe haben“, erklärt Müller, „wir haben deshalb verschiedene Beratungskonzepte, die die jeweiligen Ursachen beachten, um den Menschen Schritt für Schritt wieder in Erwerbstätigkeit zu bringen“, so Müller.
671 Ausbildungsstellen, 2 mehr als im Vorjahreszeitraum sind aktuell gemeldet. Dem stehen 445 Ausbildungssuchende, 50 weniger als im vergangenen Berichtsjahr gegenüber.
615 Stellen sind im aktuellen Bestand, 14 weniger als im Dezember. Im Vorjahresvergleich ist das ein Rückgang des Angebots um 143 Stellen, das entspricht einem Minus von 18,9 Prozent. 84 Stellen wurden dem Arbeitgeberservice neu gemeldet. Die meisten Angebote gibt es bei mit 167 bei Produktion und Fertigung und 108 Chancen in den Gesundheitsberufen.

Landkreis Mühldorf
Die Arbeitslosenquote im Landkreis Mühldorf lag im Januar bei 4,3 Prozent. 2 862 Menschen waren gemeldet, 426 mehr als im Vormonat und 481 mehr als im Vorjahresvergleich, als die Quote bei 3,6 Prozent lag.
Die Altersgruppen teilen sich im Januar wie folgt auf: 283 jüngere unter 25 Jahren, darunter 55 unter 20 Jahren, gegenüber 239 im Vormonat und 272 im Vorjahresmonat. Das bedeutet in dieser Altersgruppe einen Anstieg gegenüber Vormonat um 18,4 Prozent oder 44 junge Menschen.
Unter den 2 862 sind 1 054 Menschen zwischen 50 und 65 Jahren, 163 mehr als im Dezember und 215 mehr als im Januar des Vorjahres. 726 langzeitarbeitslose Menschen im Landkreis Mühldorf bilden ein gutes Viertel (25,4 Prozent) aller Gemeldeten. „Wir wenden uns an Arbeitgeber und werben bei jeder Bewerbung aus Langzeitarbeitslosigkeit um eine neutrale Haltung, die auf die Perspektive und das Können gerichtet ist und arbeitslose Zeit wohlwollend in den Hintergrund treten lässt“, appelliert Müller.
830 Menschen meldeten sich erstmals oder erneut arbeitslos, das sind 301 oder 56,9 Prozent mehr als im Dezember. Gegenüber Vorjahresmonat sind das 125 weniger. Dem gegenüber konnten sich 406 Menschen aus der Arbeitslosigkeit abmelden, 90 weniger als im Vormonat. Hiervon gingen 168 in Erwerbstätigkeit, 58 in Ausbildung oder Qualifizierung, 145 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. Getrennt nach Rechtskreisen waren im Januar 1 757 Kunden der Agentur (SGB III) und 1 105 Kunden des Jobcenters (SGB II).
494 Ausbildungsstellen sind bei der Berufsberatung gemeldet, das sind 20 weniger als im Vorjahr. Dem stehen 357 künftige Azubis gegenüber, 181 Bewerber weniger als im Vorjahresmonat.
730 Stellenangebote sind im aktuellen Bestand, 15 mehr als im Vormonat und 25 mehr als im Vorjahresmonat. 124 Angebote sind neu aufgenommen worden, eines mehr als im Dezember. Die beiden chancenreichsten Berufsbereiche sind Produktion und Fertigung mit 252 Angeboten und Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung mit 157 offenen Stellen.

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