Nachrichten aus Bayern

Handwerk ist bedeutend für Bayerns Wirtschaft und die betriebliche Ausbildung

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat zur Eröffnung der Internationalen Handwerksmesse in München (IHM) die Bedeutung des Handwerks für Bayerns Wirtschaft und für die betriebliche Ausbildung im Freistaat betont: „Das Handwerk ist eine wichtige Säule in der bayerischen Wirtschaft und spielt eine zentrale Rolle bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und bei der Etablierung von regionaler Identität. Die Branche trägt Wachstum gerade auch in die ländliche Region – gleichzeitig ist die Verfügbarkeit von Handwerksleistungen Qualitätsmerkmal für einen regionalen Wirtschaftsstandort.“

Die herausragende Bedeutung des Handwerks für die bayerische Wirtschaft spiegelt sich in den Zahlen wider: Im Jahr 2024 erwirtschaftete das Handwerk in Bayern 148 Milliarden Euro Umsatz. Fast eine Million Menschen sind in handwerklichen Betrieben tätig, wobei die Unternehmen des bayerischen Handwerks einen Anteil von zehn Prozent am Umsatz aller bayerischen Unternehmen für sich beanspruchen. 

Besonders hoch ist der Anteil des Handwerks im Bereich Ausbildung: „Mit rund 63.000 Auszubildenden lernt fast jeder dritte seinen Beruf im Handwerk. Kurz gesagt – ohne das Handwerk wäre kein gesunder und leistungsfähiger Mittelstand möglich. Wir sind stolz auf die Vielfalt und die Qualität, die das bayerische Handwerk auszeichnet. Vom Bäcker über den Elektrotechniker bis zum Maurer- und Betonbauer – überall begegnen uns handwerkliche Berufe, die mit Leidenschaft und Hingabe ausgeübt werden.“ Das Bayerische Wirtschaftsministerium hat in den vergangenen fünf Jahren die berufliche Bildung im Handwerk einschließlich Meisterbonus mit rund 230 Millionen Euro für gefördert.

Doch das Handwerk steht auch vor Herausforderungen: Im Fachkräftemangel und der Suche nach Unternehmensnachfolgern  zeigen sich die Auswirkungen des demografischen Wandels. Das Bayerische Wirtschaftsministerium ist deshalb auf der IHM mit einem Gründerland-Bayern-Stand zur Unternehmensnachfolge vertreten. Unter dem Motto „Dein Weg. Dein Betrieb. Deine Zukunft“ informiert es über die wichtigsten Schritte im Nachfolgeprozess.

Aiwanger: „Handwerk ist ursprüngliches Unternehmertum. Wenn wir wollen, dass der Betrieb vom Vater auf die Kinder oder vom Meister auf den Gesellen übergeht, dann müssen wir auch die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Darum binden wir das Handwerk umfänglich in die bewährten Finanzierungsinstrumente der LfA-Förderbank Bayern ein. Mit zinsgünstigen Darlehen und Haftungsfreistellungen sorgen wir dafür, dass Investitionen möglich werden – und aus guten Ideen sichere Arbeitsplätze von morgen entstehen. So erreichen wir mit den vorhandenen Fördermitteln eine große Zahl an Betrieben im ganzen Land und sichern nachhaltig die Unternehmensnachfolge im bayerischen Handwerk.“

Das Handwerk müsse seinerseits beim technischen und digitalen Fortschritt mitgehen, so Aiwanger. Digitalisierung und neue Technologien seien kein Selbstzweck, sondern echte Werkzeuge, damit  Betriebe schneller, effizienter und wettbewerbsfähiger arbeiten könnten. „Das Handwerk in Bayern war schon immer innovativ – aber die Technologien legen gerade im Bereich Künstliche Intelligenz und Robotik an Tempo zu. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel heißt das: Mit kluger Technik die Produktivität steigern, neue Produkte entwickeln und neue Formen der Zusammenarbeit ermöglichen. Und wir lassen unsere Betriebe damit nicht allein. Mit gezielten Bildungs- und Beratungsangeboten stärken wir betriebswirtschaftliche und technologische Kompetenzen.“

Der Bayerische Wirtschaftsminister zeichnet auf der IHM zudem die bayerischen Teilnehmer an den handwerklichen Disziplinen der EuroSkills aus, der Europameisterschaft der Berufe. Dort war das bayerische Handwerk mit acht Teilnehmern vertreten, sechs davon konnten sich unter den Top 3 platizeren. Aiwanger: „Das wiederholt gute Abschneiden bei den EuroSkills ist ein klarer Beleg für die hohe Qualität der beruflichen Bildung in Bayern. Das zeigt: Unsere Investitionen in die berufliche Bildung des Handwerks lohnen sich.“

Beitragsbild: Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger auf der IHM am Stand von bayern design (Foto: StMWi/B. Brummer)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert