Dyneon in Burgkirchen schließt – tausende Jobs in Gefahr

Das Dyneon-Werk in Gendorf soll bis Ende 2025 geschlossen werden. Die Dyneon GmbH in Burgkirchen a. d. Alz ist eine 100-% Tochtergesellschaft der 3M, einem weltweiten US-Technologiekonzern mit Hauptsitz in Saint Paul in den USA (Bundesstaat Minnesota). In Burgkirchen werden jährlich über 16.000 Tonnen Fluorelastomere, PTFE, Fluorthermoplaste und Spezial-Additive herstellt. PTFE wird aufgrund seiner geringen Oberflächenspannung und guten Hitzebeständigkeit als Antihaftbeschichtung von Bratpfannen und Kochtöpfen verwendet. Thermoplaste wird z. B. für die Herstellung von LEGO-Steinen verwendet (Quelle: Wikipedia)

Das Dyneon-Werk in Gendorf mit seinen derzeit 680 Arbeitsplätzen soll bis Ende 2025 geschlossen werden, berichtet die Süddeutsche Zeitung (online 24.01.2023) obwohl dort ein großer Teil aller in Europa insgesamt hergestellten PFAS (per- und polyfluorierten Chemikalien) produziert werden und diese Substanzen in vielen verschiedenen Sektoren von der Automobilindustrie bis hin zur Medizintechnik immer noch gebraucht werden. Trotz aller Altlasten, die SZ bezieht sich hier auf mutmaßlich krebserregende Stoffe die im Landkreises Altötting immer noch im Boden und im Grundwasser und im Blut der Menschen gefunden werden, gilt die Produktion in Gendorf inzwischen als eine der saubersten weltweit.

Die Konsequenzen der Schließung von Dyneon sind nicht absehbar. Neben den Dyneon-Mitarbeitenden stehen weitere Arbeitsplätze auf dem Spiel. Die Unternehmen im Gendorfer Chemiepark sind untereinander stark verflochten. Schließt Dyneon schadet das allen. Nach Angaben des Interessenverbands Chemdelta Bavaria beschäftigen die Industriebetriebe im bayerischen Chemiedreieck ca. 20.000 Menschen und indirekt etwa noch einmal so viele bei zahlreichen verschiedenen Dienstleistern und Handwerksbetrieben, so die SZ.

Foto: © inn-sider.de

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