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BayernTREND zum Jahresanfang: Wichtigste Probleme in Bayern: Zuwanderung und Wirtschaft

Der letzte BayernTREND mit landespolitischem Schwerpunkt liegt zwei Jahre zurück. Die Grundstimmung der Bayern präsentiert sich zum Jahresauftakt zwar besser als damals, ist aber nach wie vor eher negativ als positiv eingefärbt: Für die Hälfte (49 Prozent; -10 zu Januar 2024) bieten die derzeitigen Verhältnisse im Bundesland Anlass zur Beunruhigung, während vier von zehn (41 Prozent, +7) mit Zuversicht auf die Gegebenheiten im Freistaat schauen, berichtet Infratest dimap. Allerdings war das Stimmungsbild vor zwei Jahren noch deutlich kritischer geprägt. Damals zeigten sich sechs von zehn besorgt.

Zum nach wie vor überwiegend sorgenvollen Blick der Bayern dürften aktuelle wirtschaftliche Probleme und Herausforderungen beitragen. Die wirtschaftliche Lage in Bayern wird zwar von gut der Hälfte der Wahlberechtigten (56 Prozent; -2 zu Oktober 2023) wohlwollend bewertet. Mit 41 Prozent (+1) gelangt jedoch ein gerade für bayerische Verhältnisse keineswegs unerheblicher Teil der Wahlberechtigten zu einer kritischen Bewertung. 

Auch in der Problemwahrnehmung der Wahlberechtigten hinterlassen die derzeitigen Wirtschaftsnachrichten Spuren. Zwar erzielt die Zuwanderungspolitik in der Frage nach den wichtigsten landespolitischen Problemen mit 29 Prozent nach wie vor die meisten Nennungen (+2 zu September 2023), auf Platz Zwei der Problemagenda rangiert jedoch mittlerweile die Lage der Wirtschaft im Freistaat und bewegt deutlich mehr Bayern als vor der letzten Landtagswahl im September 2023 (20 Prozent; +9). Dahinter folgen aus Sicht der Bevölkerung die Verhältnisse an den bayerischen Schulen (13 Prozent; +/-0) sowie der Umwelt- und Klimaschutz (11 Prozent; -8), letzterer mit deutlich geringerem Stellenwert als im Vorfeld der letzten Wahl.  

Im aktuellen Stimmungs- und Themenumfeld tun sich die politisch Verantwortlichen auch im Freistaat tendenziell schwer. Überzeugte die Landesregierung wenige Monate nach Beginn der aktuellen Legislaturperiode immerhin noch die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger, überwiegt aktuell die Kritik an der Regierungsarbeit leicht: 47 Prozent der Bayern sind zu Jahresbeginn mit den Leistungen der Staatsregierung (-3 zu Januar 2024) zufrieden, 50 Prozent (+2) unzufrieden. Die CSU-Anhänger äußern sich deutlich (85 Prozent), die der Freien Wähler sichtbar verhaltener aber auch überwiegend wohlwollend (55:44 Prozent). Unter den Anhängern der Landtagsopposition überwiegt die Kritik an den Regierungsleistungen klar. In den Reihen der Grünen (24:73 Prozent), vor allem aber unter den Wählern der AfD (15:84 Prozent) ist die Unzufriedenheit mit der Landesregierung sichtbar ausgeprägt.

Weitere Themen im aktuellen BayernTREND:

  • Rückläufige Zufriedenheit belastet vor allem Freie Wähler
  • Politikerbewertung: Sympathieverluste der Koalitionsspitzen
  • Sonntagsfrage Landtagswahl: FW geben nach, AfD mit Bestwert
  • Pläne für Arbeitszeitflexibilisierung und Mehrarbeit: geteiltes Echo
  • Neuregelung des bayerischen Familiengeldes: Zuspruch bei knapp jedem Zweiten

Quelle: Infratest dimap Gesellschaft für Trend- und Wahlforschung mbH, Berlin
Beitragsbild: Infratest dimap Gesellschaft für Trend- und Wahlforschung mbH, Berlin

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