Aiwanger: Die bayerischen Außenhandelszahlen für das Jahr 2025 geben Anlass zur Zuversicht
München: Der bayerische Außenhandel verzeichnete 2025 einen leichten Aufschwung. Sowohl die Exporte (227 Mrd. Euro) als auch die Importe (229 Mrd. Euro) legten im Vergleich zu 2024 um je 0,9 Prozent zu. Das geht aus den Außenhandelszahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik für 2025 hervor.
Dazu Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Trotz der erheblichen Herausforderungen für die internationale Wirtschaft geben die bayerischen Außenhandelszahlen für das Jahr 2025 Anlass zur Zuversicht. Doch wir müssen weiter am Ball bleiben. Die Bundesregierung muss endlich echte Reformen auf den Weg bringen. Insbesondere durch die Senkung der Energiepreise, niedrigere Unternehmenssteuern und einen konsequenten, umfassenden Bürokratieabbau kann die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen nachhaltig gestärkt werden.“
Weltweit bleiben China und die USA Bayerns wichtigste Handelspartner: China ist sowohl größter Handelspartner insgesamt als auch das bedeutendste Herkunftsland für Importe nach Bayern – mit einem Handelsvolumen von 47,4 Mrd. Euro, davon 14 Mrd. Euro Exporte aus Bayern und 33,4 Mrd. Euro Importe nach Bayern. Die USA sind hingegen Bayerns bedeutendster Exportmarkt mit einem Handelsvolumen von 37,2 Mrd. Euro, bestehend aus 26 Mrd. Euro Exporten aus Bayern und 11,2 Mrd. Euro Importen nach Bayern. Auf Rang drei folgt dicht dahinter Österreich mit einem Handelsvolumen von 36,5 Mrd. Euro, wovon 17,5 Mrd. Euro auf den Export und 19 Mrd. Euro auf den Import entfallen.
Der Rückgang der Exporte in die USA (- 9,8 Prozent) und nach China (- 10,8 Prozent) konnte durch ein deutliches Plus bei den Ausfuhren in die EU-Mitgliedstaaten (+ 4,9 Prozent) mehr als ausgeglichen werden. Das stimmt optimistisch: Trotz neuer Handelsbarrieren und geopolitischer Spannungen zeigt sich die Exportwirtschaft widerstandsfähig und treibt die Diversifizierung von Lieferketten und Absatzmärkten konsequent voran. Der europäische Binnenmarkt erweist sich damit weiterhin als wichtigster Stabilitätsanker.
Wirtschaftsminister Aiwanger weiter: „Wir müssen neben China und den USA weitere Märkte ausbauen. Deutsche Qualitätsprodukte finden weiterhin Abnehmer, obwohl das Marktumfeld immer schwieriger wird. Deshalb setzen wir in Bayern weiterhin auf Produktinnovation und modernste Produktionsverfahren. Wenn Bund und EU die Wettbewerbsnachteile unseres Standortes beseitigen würden, zunehmend vor allem auch die hohe CO2-Bepreisung, könnten wir auf breiter Front durchstarten.“
Das Außenhandelsdefizit liegt 2025 auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Der Überschuss der bayerischen Importe über die bayerischen Exporte beträgt 2,3 Mrd. Euro (2024: 2,5 Mrd. Euro) und bleibt damit deutlich unter dem Wert von 2023 (11,9 Mrd. Euro).
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