Woche vom 14. bis 18. September 2026:
Mühldorf–München: Der neue Fahrplan der Südostbayernbahn ist seit Montag in Kraft. Er soll die störanfällige Strecke stabilisieren, bringt aber auch veränderte Abfahrtszeiten und einzelne Zugausfälle.
Automobilstandort Bayern: In Ingolstadt ist die Serienproduktion des neuen Audi A2 e-tron gestartet. Gleichzeitig haben Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen gemeinsame Forderungen zur Zukunft der Autoindustrie formuliert.
Schulstart: Rund 1,8 Millionen Schülerinnen und Schüler sind in Bayern in das neue Schuljahr gestartet – darunter etwa 132.000 Erstklässler.
Warntag: Der bundesweite Warntag am 10. September verlief nach Angaben des Innenministeriums in Bayern weitgehend störungsfrei.
Internationalisierung: Die Staatsregierung will ihr Netz an Auslandsvertretungen ausbauen und unter anderem neue Repräsentanzen in Breslau, Bukarest, Washington, Peking, Singapur, Bangalore und São Paulo eröffnen.
Kommunen: Mit dem neuen Programm „DEMOGRAFIEfest“ sollen Landkreise, Mittelstädte und Große Kreisstädte beim Umgang mit dem demografischen Wandel unterstützt werden.
Für unsere Region besonders interessant: Neuer Fahrplan auf der Strecke Mühldorf–München
Seit dem 14. September gilt auf der Strecke zwischen Mühldorf und München ein neues Fahrplankonzept. Die Deutsche Bahn begründet die Änderung mit den bestehenden Langsamfahrstellen und der dadurch bislang hohen Störanfälligkeit der eingleisigen Strecke. Durch zusätzliche Fahrzeitreserven soll der Fahrplan künftig besser eingehalten werden. Gleichzeitig kehren einige Expressverbindungen in den Hauptverkehrszeiten zurück.
Für Pendler bedeutet das allerdings nicht nur Verbesserungen. Abfahrts- und Ankunftszeiten ändern sich teilweise deutlich. Auf der Strecke entfallen unter anderem der Zug RB 27022 mit Abfahrt um 6.43 Uhr in Mühldorf, freitags RB 27037 um 14.54 Uhr ab München Ost sowie RB 27059 um 18.40 Uhr ab München Ost. Der neue Fahrplan gilt zunächst bis Februar 2027.
Damit bleibt die Verbindung Mühldorf–München ein wichtiges regionales Thema: Der neue Fahrplan soll den Betrieb stabilisieren, gleichzeitig müssen sich Pendler auf andere Abfahrtszeiten und einzelne gestrichene Verbindungen einstellen. Die Bahn weist zudem bereits auf weitere Bauarbeiten im Herbst hin.
Auch auf anderen Strecken im Mühldorfer Netz laufen derzeit Bauarbeiten. Zwischen Mühldorf und Passau gibt es bis Anfang Oktober Einschränkungen mit Ersatzverkehr, auf der Verbindung Mühldorf–Salzburg fallen in den Abend- und Nachtstunden bis 25. September Züge aus. Für die Strecke Mühldorf–Rosenheim sind ab dem 19. September weitere Einschränkungen zwischen Wasserburg und Rosenheim angekündigt.
Autoindustrie: Start des Audi A2 e-tron in Ingolstadt
In Ingolstadt hat am 10. September die Serienproduktion des neuen Audi A2 e-tron begonnen. Die Staatsregierung stellt das Fahrzeug und den Produktionsstart als Signal für den Industriestandort heraus. Gleichzeitig verweist sie auf die Unterstützung der bayerischen Automobilindustrie bei der Transformation, unter anderem über den Transformationsfonds.
Das Thema reicht deutlich über Ingolstadt hinaus. Die Automobilindustrie ist auch für den wirtschaftlichen Raum Südostbayern von Bedeutung – etwa über Zulieferer, Maschinenbau und industrielle Dienstleister. In der vergangenen Woche haben Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen zudem ein gemeinsames Papier zur Zukunft der Automobilindustrie vorgelegt. Darin fordern die drei Länder unter anderem bessere Wettbewerbsbedingungen für die Branche.
Außerdem wichtig in Bayern: Schuljahr mit erneut steigenden Schülerzahlen
Am 15. September hat in Bayern das neue Schuljahr begonnen. Nach Angaben des Kultusministeriums besuchen rund 1,8 Millionen Schülerinnen und Schüler die bayerischen Schulen, darunter etwa 132.000 Erstklässler. Die Schülerzahl liegt damit erneut um knapp 20.000 über dem Vorjahr. Insgesamt sind rund 166.000 Lehrkräfte im Einsatz.
Der Anstieg ist auch deshalb relevant, weil er die Schulen vor zusätzliche organisatorische und personelle Herausforderungen stellt. Die Entwicklung betrifft nicht nur die Ballungsräume, sondern auch ländliche Schulstandorte.
Warntag: Probealarm in Bayern
Am 10. September fand der bundesweite Warntag statt. In Bayern wurden dabei unter anderem Cell Broadcast, das Modulare Warnsystem und – in teilnehmenden Kommunen – Sirenen getestet. Das Innenministerium zog anschließend eine positive erste Bilanz und teilte mit, die Warnungen seien weitgehend störungsfrei angekommen.
Bayern will internationale Präsenz ausbauen
In der Kabinettssitzung vom 15. September ging es unter anderem um die internationalen Beziehungen des Freistaats. Bayern kündigte an, zusätzliche Auslandsrepräsentanzen aufzubauen. Genannt wurden Standorte in Breslau, Bukarest, Washington D.C., Peking, Singapur, Bangalore und São Paulo. Hintergrund ist vor allem die wirtschaftliche Vernetzung Bayerns mit internationalen Märkten.
Am 16. September tagte außerdem erstmals die Regierungskommission Bayern–Kasachstan. Dabei ging es um eine Vertiefung der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen, unter anderem in den Bereichen Energie, Rohstoffe, Hightech, Digitalisierung und moderne Landwirtschaft.
Demografischer Wandel wird zum kommunalen Thema
Das Finanzministerium hat in der vergangenen Woche das Pilotprogramm „DEMOGRAFIEfest“ gestartet. Landkreise, Mittelstädte und Große Kreisstädte sollen dabei Unterstützung erhalten, um sich mit den Folgen des demografischen Wandels auseinanderzusetzen und konkrete Maßnahmen für die kommunale Entwicklung zu erarbeiten. Bewerbungen sind bis Ende November möglich.
Für ländliche Regionen ist das Thema besonders relevant: Bevölkerungsentwicklung, Fachkräfte, Wohnraum und die Sicherung von Angeboten der Daseinsvorsorge hängen unmittelbar zusammen.
München und die Olympia-Bewerbung
Das bayerische Kabinett beschäftigte sich in der vergangenen Woche außerdem erneut mit der Bewerbung Münchens um die Olympischen und Paralympischen Spiele. Daneben ging es um die Sportförderung und um internationale Sportveranstaltungen, die in den kommenden Jahren in Bayern stattfinden sollen. Nach Angaben der Staatsregierung liegt die jährliche Sportförderung inzwischen bei mehr als 100 Millionen Euro.
Denkmäler und Kultur
Am 13. September fand der bundesweite Tag des offenen Denkmals statt. In Bayern waren nach Angaben des Wissenschaftsministeriums mehr als 900 Denkmäler geöffnet. Das diesjährige Motto lautete „NETZwerke: Denkmale & Infrastruktur“.
Für unsere Region war die vergangene Woche vor allem eine Bahnwoche: Der neue Fahrplan zwischen Mühldorf und München ist seit Montag Realität und soll die bislang störanfällige Verbindung stabiler machen. Gleichzeitig zeigt der Blick auf die weiteren Linien, dass die Bauarbeiten im Mühldorfer Netz die Fahrgäste noch länger begleiten werden.
Bayernweit standen daneben die Automobilindustrie und der Schulstart im Mittelpunkt. Hinzu kamen eher langfristig angelegte Themen wie die internationale wirtschaftliche Vernetzung Bayerns und der Umgang der Kommunen mit dem demografischen Wandel.
Quellen: Bayerische Staatsregierung und Bayerische Staatsministerien, Deutsche Bahn, SüdostBayernBahn ergänzt durch eigene Recherchen, Beitragsbild: Mittelschule Mühldorf am Inn, © inn-sider.de