Landkreis Mühldorf a. Inn, 16. September 2026: Zwei Wochen voller Einblicke, Genuss und Begegnungen: Die Öko-Modellregion Mühldorfer Land, deren Träger der Landkreis Mühldorf a. Inn ist, lädt vom 18. September bis 04. Oktober zu den bioregionalen Wochen ein.
Woher kommt eigentlich unser Brot? Was passiert mit Hafer, bevor er auf unserem Frühstückstisch landet? Welche alten Getreidesorten wachsen in unserer Region? Und welchen Beitrag können Landwirtschaft und Tierhaltung für Artenvielfalt und Klimaschutz leisten?
Diesen und vielen weiteren Fragen widmen sich die bioregionalen Wochen im Landkreis Mühldorf. Vom 18. September bis 04. Oktober 2026 laden Betriebe, Vereine und Initiativen im gesamten Landkreis dazu ein, regionale Bio-Landwirtschaft und Lebensmittel mit allen Sinnen zu entdecken.
„Wir wollen zeigen, was in unserer Region wächst“, sagt Lena Koch vom Management der Öko-Modellregion Mühldorfer Land. „Hinter regionalen Lebensmitteln stehen Menschen, Betriebe und Geschichten. Genau diese Vielfalt möchten wir sichtbar machen und miteinander ins Gespräch bringen.“
Landrat Max Heimerl begrüßt dieses Engagement sehr: „Bio ist mehr als ein Siegel. Die bioregionalen Wochen verstehen sich dabei bewusst nicht als reine Informationsveranstaltung. Sie wollen Begegnungen ermöglichen und zeigen, wie vielfältig regionale Wertschöpfung sein kann – von der Landwirtschaft über Verarbeitung und Lebensmittelhandwerk bis hin zu Gastronomie, Natur- und Artenschutz“.
Das Programm reicht deshalb von Hoffesten und Betriebsführungen über Workshops und Radtouren bis zu Verkostungen und kulinarischen Abenden.
So führt beispielsweise eine Bio-Radltour „vom Korn zum Brot“ vom Milchviehbetrieb von Alfons Linner über die Drax-Mühle bis zur „Brotliebe“ in Soyen. Die Teilnehmenden erleben dabei eine regionale Wertschöpfungskette ganz unmittelbar: vom Getreideanbau über die Verarbeitung bis zum fertigen Brot.
Bei Führungen durch die PrimaVera Naturkorn GmbH können Interessierte außerdem einen Blick hinter die Kulissen der Getreide- und Haferverarbeitung werfen. Dabei geht es unter anderem um die Qualität von Getreide und die Frage, wie aus dem Rohstoff Hafer ein fertiges Lebensmittel entsteht.
Natur erleben und regionale Landwirtschaft verstehen ist dabei das Ziel. Auch die Verbindung zwischen Landwirtschaft und Artenvielfalt spielt eine wichtige Rolle. Bei einem Spaziergang durch die Innauen bei Wörth geht es gemeinsam mit Rinderhirten um die Beweidung der Auen und welchen Beitrag diese leistet, um invasive Pflanzen zurückzudrängen und neue Lebensräume entstehen zu lassen.
Auf dem Biolandhof Gallenbach können Besucherinnen und Besucher dagegen eine neu angelegte Streuobstwiese kennenlernen und anschließend selbst Apfelsaft pressen. Eine Wildkräuterführung rund um die Drax-Mühle zeigt, welche kulinarischen Schätze direkt vor unserer Haustür wachsen.
Natürlich darf bei den bioregionalen Wochen auch der Genuss nicht fehlen. Beim „Heimatmenü“ auf dem Schafdorner Hof in Schwindegg wird ein rein pflanzliches Vier-Gänge-Bio-Menü mit hochwertigen regionalen Zutaten serviert. Beim „Genussabend“ der SoLaWi Lenzwald verbinden sich saisonales Gemüse, Musik und spannende Einblicke in die solidarische Landwirtschaft.
Und auch die großen und kleinen Feste der Region gehören zum Programm: Den Auftakt macht am 19. September das Bauernmarktfest in Gars am Inn. Am 3. Oktober lädt der Reiserer in Oberneukirchen zum Hoffest mit regionalen Spezialitäten, Musik und Programm für die ganze Familie ein. Den Abschluss bildet am 9. und 10. Oktober das Jubiläum des Feinsinn Bioladens in Mühldorf.
Die bioregionalen Wochen richten sich ausdrücklich an ein breites Publikum: an Bäuerinnen und Bauern ebenso wie an Verbraucherinnen und Verbraucher und Familien.
Denn die zentrale Botschaft lautet: Bio beginnt nicht erst im Laden. Bio und regionale Wertschöpfung verbinden Landwirtschaft, Lebensmittel, Landschaft, Klima, Artenvielfalt, Genuss und Wirtschaft miteinander.
„Wir möchten Menschen neugierig machen und ihnen die Möglichkeit geben, selbst zu erleben, wie vielfältig Bio und regionale Lebensmittelproduktion bei uns im Landkreis bereits sind“, so Dr. Michael Rittershofer vom Management der Öko-Modellregion Mühldorfer Land.
Das vollständige Programm mit allen Veranstaltungen, Terminen und Anmeldemöglichkeiten ist unter www.bioregio-mue.de zu finden.
Die bioregionalen Wochen im Landkreis Mühldorf werden vom Management der Öko-Modellregion Mühldorfer Land organisiert. Die einzelnen Veranstaltungen werden von den jeweils verantwortlichen Betrieben und Organisationen durchgeführt.
Beitragsbild: Bildunterschrift: Im Rahmen der bioregionalen Wochen ist ein vielfältiges Programm geboten. So steht unter anderem die Natur und die regionale Landwirtschaft des Landkreises im Fokus. Bildrechte: Öko-Modellregion Mühldorfer Land