Bohrschlamm statt sauberer Fahrbahn: Auf der A94 hat ein Sattelzug am Dienstag seine Ladung nicht vollständig an Bord behalten. Zwischen Lengdorf und Dorfen schwappte halbflüssiger Bohrschlamm über den Rand des Kippers und verteilte sich auf der Autobahn. Fahrbahnbereiche mussten gesperrt und anschließend aufwendig gereinigt werden. Die Autobahnpolizei sucht zudem nach möglichen Geschädigten. Daneben beschäftigten zwei Unfälle und ein Fahrer ohne gültige Fahrerlaubnis die Beamten.
Schlammspur zieht sich über die A94
Gegen 16 Uhr war ein 42-jähriger Berufskraftfahrer aus dem Landkreis München mit seinem Sattelzug samt Lastenkipper auf der A94 in Richtung Passau unterwegs. Seine Ladung: halbflüssiger Bohrschlamm von einer Baustelle aus dem Bereich der Landeshauptstadt.
Offenbar schwappte das Material bereits bei Lengdorf über den Rand des Kippers. Auch im weiteren Verlauf bei Dorfen gelangte Bohrschlamm auf die Fahrbahn. Die verlorene Ladung machte anschließend die Autobahnmeisterei Ampfing erforderlich: Fahrbahnbereiche mussten gesperrt und gereinigt werden.
Für Autofahrer kann die Schlammspur zudem teuer geworden sein. Wer über das Material gefahren ist und dadurch einen sichtbaren Schaden am Fahrzeug festgestellt hat, soll sich bei der Autobahnpolizeistation Mühldorf unter 08631/3673-310 melden.
BMW fährt auf Sattelzug auf
Bereits gegen 12.30 Uhr war es bei Obertaufkirchen in Richtung München zu einem Unfall gekommen. Ein 83-jähriger BMW-Fahrer fuhr aus bislang unbekannter Ursache auf den Auflieger eines bulgarischen Sattelzugs auf.
Der BMW-Fahrer und seine Beifahrerin wurden leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Am BMW entstand ein Schaden von rund 11.500 Euro. Die rechte Fahrspur war etwa eine Stunde gesperrt.
Honda prallt zweimal gegen Schutzplanke
Gegen 19.30 Uhr verlor eine 38-jährige Ungarin bei Neuötting die Kontrolle über ihren Honda. Sie war mit rund 140 km/h auf dem linken Fahrstreifen unterwegs und wollte einen Sattelzug überholen.
Der Honda geriet zu weit nach links. Beim Gegenlenken verlor die Fahrerin die Kontrolle, querte vor dem Sattelzug den rechten Fahrstreifen und den Standstreifen und prallte gegen die rechte Schutzplanke. Durch den Aufprall wurde der Wagen rund zehn Meter zurückgeschleudert und touchierte die Schutzplanke anschließend nochmals mit der Front.
Die Fahrerin blieb ebenso wie andere Verkehrsteilnehmer unverletzt. Der Schaden beträgt etwa 17.000 Euro. Die Fahrbahn Richtung München musste rund eineinhalb Stunden gesperrt werden.
Kontrolle endet ohne Fahrerlaubnis
Am Abend kontrollierten Bundespolizei und Autobahnpolizei in Neuötting einen 27-jährigen Mann aus dem Landkreis Esslingen. Der Hyundai-Fahrer konnte keine gültige Fahrerlaubnis vorweisen. Seine Weiterfahrt wurde untersagt. Die weiteren Ermittlungen führt die Autobahnpolizeistation Mühldorf.