Die Höhenkontrolle an der Einhausung Wimpasing bei Ampfing entwickelt sich einmal mehr zum Dauerbrenner auf der A94. Nachdem die Anlage erst wenige Tage zuvor wegen einer flatternden Lkw-Plane ausgelöst hatte, schlug sie in der Nacht zum Freitag gleich bei zwei Schwertransporten an. Beide waren tatsächlich zu hoch – und für die gefahrene Strecke fehlte jeweils die passende Genehmigung. Wimpasing sorgt damit erneut für einen nächtlichen Polizeieinsatz.
4,34 und 4,37 Meter – beide Transporte müssen warten
Gegen 2.30 Uhr löste die Höhenkontrolle in Fahrtrichtung München aus. Die Beamten der Autobahnpolizeistation Mühldorf stellten vor Ort zwei Schwertransporte fest, die die zulässige Höhe überschritten.
Der erste Transport war 4,34 Meter, der zweite sogar 4,37 Meter hoch. Am Steuer saßen ein 44-jähriger ukrainischer und ein 64-jähriger polnischer Berufskraftfahrer.
Besonders problematisch: Beide Fahrer konnten keinen Genehmigungsbescheid für die von ihnen gefahrene Strecke vorlegen. Die Weiterfahrt wurde deshalb für beide Transporte gestoppt. Erst wenn eine passende Genehmigung für die entsprechende Fahrtroute vorliegt, darf es weitergehen. Zudem wurden Sicherheitsleistungen zur Absicherung der zu erwartenden Geldbußen erhoben.
Wimpasing: Schon wieder schlägt die Kontrolle an
Die Häufung der Auslösungen macht die Höhenkontrolle an der Einhausung zunehmend zu einem bekannten Einsatzpunkt der Autobahnpolizei. Mal ist es eine flatternde Plane, mal ein tatsächlich zu hoher Transport – und diesmal gleich zwei auf einen Streich.
Zwei weitere Verstöße auf der A94
Unabhängig vom Wimpasing-Einsatz kontrollierte die Autobahnpolizei am Donnerstagvormittag im Bereich der Anschlussstelle Waldkraiburg/Ampfing einen 33-jährigen Autofahrer aus dem Raum Dorfen. Der Mann war mit einem Mazda 6 unterwegs, konnte aber keine gültige deutsche Fahrerlaubnis vorweisen. Eine erforderliche Umschreibung war bislang nicht erfolgt. Die Weiterfahrt wurde untersagt, Strafanzeige erstattet.
In Marktl kontrollierten Bundespolizei und Autobahnpolizei rund eine halbe Stunde später einen 42-jährigen Montenegriner aus Baden-Württemberg in einem VW Phaeton. Für das Fahrzeug bestand kein Versicherungsschutz. Der Wagen musste abgestellt werden.
Zusätzlich besteht der Verdacht, dass der Fahrer ebenfalls nicht über eine in Deutschland erforderliche Fahrerlaubnis verfügte. Er zeigte lediglich einen montenegrinischen Führerschein vor. Die Ermittlungen hierzu laufen.