Wieder Alarm an der Höhenkontrolle in Wimpasing – Weitere Einsätze auf der A94 beschäftigen die Autobahnpolizei

Landkreis Mühldorf: Gleich mehrere Einsätze auf der A94 haben die Autobahnpolizeistation Mühldorf in den vergangenen Tagen beschäftigt. Neben einer erneuten Auslösung der Höhenkontrolle am Tunnel Wimpasing mussten die Beamten wegen einer Nötigung im Straßenverkehr, eines ungewöhnlichen Pannenfalls sowie eines Auffahrunfalls mit Verletzten eingreifen.

Erneut zu hoher Sattelzug am Tunnel Wimpasing

Am Dienstagmorgen (28. Juli) gegen 6.40 Uhr löste die Höhenkontrolle am Tunnel Wimpasing bei Ampfing erneut Alarm aus.

Vor Ort stellten die Einsatzkräfte einen Sattelzug fest, der mit einer Pumpe und groß dimensionierten Rohren beladen war. Die Ladung erreichte nach einer Messung eine Höhe von 4,41 Metern. Die mitgeführte Ausnahmegenehmigung erlaubte jedoch lediglich eine Gesamthöhe von vier Metern.

Die Beamten begleiteten den Sattelzug mit geringer Geschwindigkeit sicher durch den Tunnel und kontrollierten das Fahrzeug anschließend auf einem Parkplatz bei Heldenstein.

Der Fahrer musste eine Sicherheitsleistung im dreistelligen Bereich hinterlegen. Gegen das Transportunternehmen wird weiter ermittelt.

Nötigung auf der Autobahn

Bereits am Montagvormittag (27. Juli) kam es auf der A94 zwischen Neuötting und München zu einem Fall von mutmaßlicher Nötigung im Straßenverkehr.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde eine 48-jährige Autofahrerin aus dem Landkreis Rottal-Inn von einem 54-jährigen Lexus-Fahrer aus dem Landkreis Mühldorf zunächst überholt und anschließend mehrfach ohne erkennbaren Grund ausgebremst.

Eine Streife der Autobahnpolizei konnte den Mann anhalten. In seinem Fahrzeug befand sich eine Dashcam, deren Aufzeichnungen von den Beamten gesichert wurden. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Nötigung im Straßenverkehr dauern an.

Pannenfahrzeug zurückgelassen

Für einen eher ungewöhnlichen Einsatz sorgte am Dienstagnachmittag eine 47-jährige Autofahrerin aus Österreich.

Nachdem ihr Fahrzeug auf der A94 bei Mühldorf liegen geblieben war, stellte sie den Wagen auf dem Standstreifen ab, schaltete die Warnblinkanlage ein und fuhr gemeinsam mit ihrem Begleiter per Anhalter zum Flughafen München weiter, damit dieser seinen Flug nicht verpasste.

Eine Meldung an Polizei oder Autobahnmeisterei erfolgte zunächst nicht. Erst später informierte die Frau die Autobahnpolizei, die schließlich einen Abschleppdienst organisierte und das Fahrzeug bergen ließ.

Auffahrunfall bei Mettenheim

Am Dienstagabend gegen 22.20 Uhr ereignete sich auf der A94 bei Mettenheim ein Verkehrsunfall mit einer leicht verletzten Person.

Eine 55-jährige Autofahrerin aus dem Landkreis Mühldorf fuhr aus bislang ungeklärter Ursache mit ihrem Toyota auf das Heck eines BMW auf, der von einem 56-jährigen Mann gesteuert wurde.

Der BMW-Fahrer wurde leicht verletzt und durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Der entstandene Sachschaden wird auf rund 21.000 Euro geschätzt. Da sich die Beteiligten zum Unfallhergang widersprüchlich äußerten, dauern die Ermittlungen an.

🚔 Polizeitipp

Gerade auf Autobahnen können Unaufmerksamkeit, riskantes Fahrverhalten oder technische Probleme schnell zu gefährlichen Situationen führen. Wer mit einer Panne auf dem Standstreifen liegen bleibt, sollte umgehend die Warnblinkanlage einschalten, das Fahrzeug verlassen, sich hinter die Leitplanke begeben und die Polizei oder den Pannendienst verständigen. Eigenmächtiges Zurücklassen eines Fahrzeugs kann andere Verkehrsteilnehmer gefährden.

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