Innenminister Joachim Herrmann: Steigerung der freiwilligen Ausreisen von Syrern

Die Zahl der freiwillig ausgereisten Syrer ist deutlich gestiegen. Das hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mitgeteilt.  So haben nach dem Ende des Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2025 insgesamt 2.138 und in den Monaten Januar bis April 623 Syrer Bayern freiwillig verlassen. Im Jahr 2024 waren es nur 1.023 gewesen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann begrüßt diese Tendenz, fordert aber gerade deshalb eine noch stärkere finanzielle Unterstützung für jene, die freiwillig in ihrer Heimat zurückkehren wollen: „Wir brauchen koordinierte Wiederaufbauhilfe vor Ort und unbürokratische Unterstützung der freiwilligen Rückkehr in die Heimat, auch mit höheren Prämien. Das schafft Perspektiven und Verlässlichkeit für die Menschen.“

Auf der anderen Seite gelingt laut Herrmann aber auch die Integration von Syrerinnen und Syrern in Bayern. Das belegt für den bayerischen Innenminister unter anderem die Zahl der Einbürgerungen, „sozusagen als Schlussstein einer gelungenen Integration. Im Jahr 2025 haben wir rund 5.000 syrische Staatsangehörige eingebürgert. Aber auch die Beschäftigungsquote der in Bayern lebenden Syrerinnen und Syrer liegt laut den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit aktuell bei 51,9 Prozent über dem Bundesdurchschnitt mit 47,9 Prozent. Insgesamt gibt es im Freistaat rund 30.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Syrer; davon sind circa die Hälfte auf Fachkraftniveau oder höher tätig.

Laut Herrmann lebten zum Stand Ende April 2026 rund 87.000 Syrer in Bayern, davon rund 39.600 mit einem befristeten Aufenthaltstitel wegen der Zuerkennung eines Schutzstatus. Bei weiteren rund 11.000 Syrern in Bayern ist das Asylverfahren derzeit noch nicht rechtskräftig abgeschlossen. Etwa 1.200 Personen sind aktuell ausreisepflichtig. Zudem befinden sich derzeit bei der Taskforce Straftäter des Landesamtes für Asyl und Rückführungen 233 schwere Straftäter mit syrischer Staatsangehörigkeit in Bearbeitung, deren Aufenthaltsbeendigung für die Staatsregierung oberste Priorität hat.

Beitragsbild von Peggy auf Pixabay

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