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Gut vorbereitet für den Ernstfall: Landkreis Mühldorf setzt auf Information – SOS-Punkte planen und umzusetzen

Landkreis Mühldorf a. Inn, 19.03.2026 – Wie gut ist die Bevölkerung auf Krisen und Katastrophen vorbereitet? Dieser Frage widmet sich der Landkreis Mühldorf a. Inn zusammen mit seinen Gemeinden aktuell mit zwei konkreten Maßnahmen: zum einen mit der umfassenden Information für alle Haushalte und zum anderen mit dem weiteren Aufbau zentraler Anlaufstellen im Notfall.

Ein wichtiger Baustein ist dabei der Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Insgesamt 45.000 Exemplare hat der Landkreis bestellt. Die Broschüren werden derzeit an die Städte, Märkte und Gemeinden weitergegeben und in den kommenden Monaten flächendeckend an alle Haushalte verteilt. Symbolisch überreichte Landrat Max Heimerl ein Exemplar an Bürgermeistersprecher Thomas Einwang. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürgern praktische Hinweise zur Eigenvorsorge an die Hand zu geben – etwa zur Bevorratung, Notfallplanung oder zum richtigen Verhalten in außergewöhnlichen Lagen.

Parallel dazu soll auch die Infrastruktur für den Krisenfall weiter ausgebaut werden. Da Bevölkerungsschutz bei den Städten, Märkten und Gemeinden beginnt, hatte der Landkreis alle Kommunen im Zuge der Energiekrise 2022/2023 aufgefordert, Standorte für SOS-Punkte mitzuteilen sowie deren Aufbau und Organisation zu planen. Die Standorte dieser zentralen Anlaufstellen für die Bevölkerung in Notlagen werden nun erstmals in einer interaktiven Online-Karte gebündelt dargestellt. Über die Website des Landratsamtes können Bürgerinnen und Bürger im Portal „GeoLokal“ die exakten Adressen der bislang gemeldeten SOS-Punkte einsehen. Noch nicht berücksichtigt sind Standorte in Gebäuden, die sich aktuell im Bau befinden, wie z.B. in Erharting.

Die SOS-Punkte sind in der Regel in öffentlichen Gebäuden untergebracht und verfügen über eine Notstromversorgung. Im Ernstfall bieten sie Orientierung und Hilfe: Hier gibt es aktuelle Informationen zur Lage, Möglichkeiten zur Ersten Hilfe und die Gelegenheit, Notrufe abzusetzen. Auch das Laden von Akkus oder das Aufwärmen ist vorgesehen. Wie genau die Angebote ausgestaltet sind, hängt von der jeweiligen Situation vor Ort ab.

Dass diese Strukturen funktionieren, wurde bereits erprobt: Im November 2025 führte der Landkreis gemeinsam mit den Gemeinden Ampfing und Mettenheim eine erste Übung durch. Getestet wurden unter anderem die Einsatzbereitschaft der SOS-Punkte, die Notstromversorgung und die Krisenkommunikation. Noch in diesem Jahr soll eine Übung mit sämtlichen SOS-Punkten folgen.

Für Landrat Max Heimerl steht ein zentraler Gedanke im Vordergrund: „Ein funktionierender Bevölkerungsschutz ist eine gemeinsame Aufgabe. Behörden und Einsatzkräfte können viel leisten – entscheidend bleibt jedoch auch die Eigenvorsorge jedes Einzelnen.“ Die aktuellen Maßnahmen sollen deshalb Orientierung geben, Sicherheit schaffen und die Bevölkerung dazu ermutigen, sich bewusst mit möglichen Krisensituationen auseinanderzusetzen.“

Beitragsbild: „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“: Der Landkreis hat beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe insgesamt 45.000 Informationsbroschüren bestellt, die derzeit an die Städte, Märkte und Gemeinden zur Verteilung an die Haushalte weitergereicht werden. Stellvertretend nahm Bürgermeistersprecher Thomas Einwang (links) eine Broschüre von Landrat Max Heimerl in Empfang. Im Hintergrund das Banner, das in Zukunft die SOS-Punkte vor Ort kennzeichnen wird.

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