A94: Schwerer Unfall, Alkoholfahrt und zahlreiche Verkehrsverstöße
Am Montag (09.03.2026) hatte die Autobahnpolizeistation Mühldorf am Inn auf der A94 mit mehreren Einsätzen und Verkehrsverstößen zu tun. Neben einem schweren Verkehrsunfall bei Neuötting wurden unter anderem ein alkoholisierter Lkw-Fahrer, massive Geschwindigkeitsverstöße sowie weitere Verkehrsdelikte festgestellt.
Schwerer Verkehrsunfall bei Neuötting
Gegen 07:30 Uhr kam es auf der A94 bei Neuötting (Landkreis Altötting) in Fahrtrichtung Passau zu einem Verkehrsunfall mit einem Schwerverletzten. Ein 43-jähriger Pkw-Fahrer aus dem Landkreis Mühldorf überholte einen 49-jährigen Lkw-Fahrer aus demselben Landkreis auf dem linken Fahrstreifen. Nach polizeilicher Einschätzung scherte der Pkw-Fahrer jedoch zu früh wieder ein und kollidierte mit der Sattelzugmaschine.
Der Pkw schleuderte daraufhin nach rechts in einen Graben, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Auch der Sattelzug kam nach rechts von der Fahrbahn ab und kam im Bereich des Standstreifens zum Stillstand. Der Pkw-Fahrer wurde schwer verletzt und vom BRK in ein Krankenhaus gebracht.
Der rechte Fahrstreifen war für rund vier Stunden gesperrt. Die Feuerwehren Neuötting und Alzgern sowie die Autobahnmeisterei waren im Einsatz. Der Sachschaden wird auf etwa 60.000 Euro geschätzt, beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.
Bei der Auswertung des digitalen Kontrollgeräts des Sattelzugs stellten die Beamten mehrere Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten sowie fehlerhafte Ländereingaben fest. Diese standen jedoch nach Polizeiangaben nicht im Zusammenhang mit dem Unfall.
Kleintransporter ohne Versicherung entdeckt
Gegen 11:50 Uhr meldete die Autobahnmeisterei Ampfing einen Kleintransporter auf dem Parkplatz Fürtholz-Süd bei Dorfen (Landkreis Erding), der offenbar Öl verlor. Bei der Kontrolle durch die Polizei stellte sich heraus, dass für den abgestellten Sprinter kein Versicherungsschutz bestand.
Zudem waren die am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen nicht für dieses Fahrzeug ausgegeben und laut Kraftfahrt-Bundesamt gar nicht vergeben. Außerdem wies das Fahrzeug einen frischen Unfallschaden am rechten Heck mit gelblichem Farbabrieb auf. Die Polizei ermittelt derzeit unter anderem wegen möglicher Unfallflucht sowie wegen Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz.
170 km/h mit Anhänger
Am Nachmittag gegen 14:25 Uhr fiel auf Höhe Mettenheim ein Pkw mit Anhänger auf, der laut Zeugen mit rund 170 km/h auf der A94 in Richtung München unterwegs war – erlaubt sind für solche Gespanne lediglich 80 km/h.
Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten zudem fest, dass die beiden hinteren Reifen des zweiachsigen Anhängers eine mangelhafte Profiltiefe aufwiesen. Gegen den 68-jährigen Fahrer aus dem Landkreis Mühldorf wurden entsprechende Anzeigen erstattet.
Alkoholisierter Lkw-Fahrer gestoppt
Gegen 17:00 Uhr meldete ein Verkehrsteilnehmer einen Sattelzug mit portugiesischer Zulassung, der auf der A94 in Richtung München in Schlangenlinien unterwegs war. Das Fahrzeug konnte an der Anschlussstelle Schwindegg gestoppt werden.
Bei dem 54-jährigen portugiesischen Fahrer stellten die Beamten deutliche Anzeichen von Alkoholkonsum fest. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert im Bereich der absoluten Fahruntüchtigkeit. Daraufhin wurde eine Blutentnahme angeordnet.
Die Weiterfahrt wurde unterbunden, Führerschein und Fahrzeugschlüssel wurden sichergestellt. Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit der Fahrt wurden bislang nicht bekannt. Gegen den Fahrer wird wegen Trunkenheit im Straßenverkehr ermittelt.
Unzulässige LED-Beleuchtung am Lkw
Am späten Abend gegen 22:50 Uhr kontrollierten Beamte auf Höhe Heldenstein einen 55-jährigen ungarischen Lkw-Fahrer. Dabei stellten sie fest, dass hinter der Windschutzscheibe animierte LED-Leuchten in Augenform angebracht waren, die das Erscheinungsbild der Frontbeleuchtung veränderten.
Die Weiterfahrt wurde bis zum Ausbau der Beleuchtung untersagt. Den Fahrer erwartet ein Bußgeldverfahren.
Unfallflucht bei Heldenstein
Bereits am Morgen gegen 07:00 Uhr hatte die Autobahnmeisterei Ampfing einen frischen Unfallschaden auf Höhe Heldenstein gemeldet. Vor Ort stellten die Beamten fest, dass ein bislang unbekanntes Fahrzeug gegen insgesamt fünf Schutzplankenfelder gefahren war. Dabei entstand ein Schaden von rund 2.000 Euro.
Am Unfallort blieben unter anderem Fahrzeugteile, darunter ein Scheinwerfer, zurück. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass sich der Unfall zwischen Sonntagabend (08.03.2026) und Montagmorgen ereignet hat.
Zeugen, die Hinweise zum Verursacher geben können, werden gebeten, sich bei der Autobahnpolizeistation Mühldorf am Inn unter Telefon 08631/3673-310 zu melden.