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Hoher Besuch bei der Staatsanwaltschaft Traunstein

Traunstein: Der Münchner Generalstaatsanwalt Reinhard Röttle, der Dienstvorgesetzte aller zehn südbayerischen Staatsanwaltschaften, besuchte am 8. Januar 2026 zu seinem Abschied die Staatsanwaltschaft Traunstein. Reinhard Röttle, der seit knapp acht Jahren das Amt des Generalstaatsanwalts in München innehat, wird zum 1. Februar 2026 zum Präsidenten des Bayerischen Obersten Landesgerichts befördert und nutzte seinen Besuch für einen kurzen Rückblick.

Bei seinem Amtsantritt 2018 hatte die Staatsanwaltschaft Traunstein, der mit ihrer Zweigstelle Rosenheim die Strafverfolgung in den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting, Mühldorf am Inn, Rosenheim und der kreisfreien Stadt Rosenheim obliegt, 38,5 Staatsanwaltsstellen. Seitdem ist die Behörde auf insgesamt 55,5 Staatsanwaltsstellen aufgewachsen und auch der Geschäftsstellenbereich wurde aufgrund des deutlich erhöhten Arbeitsanfalls erheblich verstärkt. Denn nicht nur der Bevölkerungszuwachs in der Region und der zunehmende Tourismus, sondern auch die vielen Durchreisenden und die Flüchtlings- und Migrationskrise führten bei der Staatsanwaltschaft Traunstein zu einer erheblichen Steigerung der Fallzahlen.

Der Behördenleiter der Staatsanwaltschaft Traunstein, Leitender Oberstaatsanwalt Dr. Wolfgang Beckstein, bedankte sich gemeinsam mit den Abteilungsleitern und dem Geschäftsleiter bei Generalstaatsanwalt Röttle für die stetige Unterstützung in den vergangenen Jahren. Er hob besonders hervor, dass Reinhard Röttle der Initiator des bei der Staatsanwaltschaft Traunstein im August 2018 eingeführten „Traunsteiner Modells“ zur Verfolgung der grenzüberschreitenden und organisierten Kriminalität war, durch welches mit zusätzlichen Staatsanwälten eine Spezialisierung und Konzentration von Ermittlungsverfahren erreicht und so in diesem Kriminalitätsbereich große Erfolge erzielt werden konnten. Dieses „Traunsteiner Erfolgsmodell“ wurde daher inzwischen auf alle bayerischen Grenzstaatsanwaltschaften ausgeweitet.

Wolfgang Beckstein dankte Reinhard Röttle auch für die schnelle und unbürokratische Hilfe und Unterstützung im Herbst 2022, als die Schleuser- und Flüchtlingszahlen sprunghaft nach oben stiegen. Durch die sofortige Abordnung eines Staatsanwalts und einer Geschäftsstellenmitarbeiterin von der Generalstaatsanwaltschaft München sowie weitere Unterstützungs-maßnahmen und spätere zusätzliche Stellen wurde die Staatsanwaltschaft Traunstein arbeitsfähig gehalten und die Aktenflut bewältigt.

Der Behördenleiter berichtete dem Generalstaatsanwalt, dass die Staatsanwaltschaft Traunstein trotz einer weiterhin hohen Arbeitsbelastung durch die entspanntere Lage an den Grenzen, den Rückgang der Schleuser- und illegalen Einreiseverfahren sowie die Stellenmehrungen derzeit gut aufgestellt ist, um aufwändige Ermittlungen gegen Hinterleute und organisierte Banden zu führen, um nicht nur die Bevölkerung bestmöglich davor zu schützen, sondern auch um zum Beispiel entwendete Vermögenswerte den Tätern wegzunehmen und den Opfern zurückzubringen.

Generalstaatsanwalt Röttle zeigte sich beeindruckt von den Leistungen, bedankte sich bei sämtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Staatsanwaltschaft Traunstein für ihren überobligatorischen Einsatz und wünschte Ihnen alles Gute für die Zukunft.

Beitragsbild: Geschäftsleiter Andreas Kalleder, Pressesprecher OStA Dr. Rainer Vietze, Behördenleiter LOStA Dr. Wolfgang Beckstein, Generalstaatsanwalt Reinhard Röttle, stellvertretender Behördenleiter OStA Dr. Robert Schnabl, OStA Martin Unterreiner; hinten v.l.n.r.: OStA Markus Andrä und OStA Dr. Martin Freudling. Staatsanwaltschaft Traunstein

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