1322 – die letzte Ritterschlacht

In zwei Jahren, 2022 jährt sich diese wichtige Schlacht der deutschen Geschichte zum 700. Mal. Wir wollen Ihnen auf dieser Seite Interessantes aus der Zeit des Mittelalters zusammenstellen. Auch geplante Veranstaltungen dazu werden Sie hier finden. Es lohnt sich also immer wieder reinzuschaun.

Bereits seit 1314 hielten die Streitigkeiten um die Nachfolge des verstorbenen Heinrich VII. um die römisch-deutsche Königswürde an. Nach dem Tode Kaiser Heinrichs VII. aus dem Hause Luxemburg meldeten sowohl die Habsburger als auch die Luxemburger ihren Anspruch auf den römisch-deutschen Thron an. Das Haus Habsburg schickte Friedrich den Schönen in den Kampf um den Thron, die Luxemburger Seite ihren König Johann von Luxemburg, den Sohn des verstorbenen Heinrich.

Als Johann überraschend seine Ansprüche auf den Thron zurückzog, diesen aber auch nicht dem Habsburger Friedrich überlassen wollte, schlug er den Wittelsbacher Herzog von Oberbayern und der Pfalz, Ludwig den Bayern vor. Im Oktober 1314 fanden sich die beiden Kandidaten bei Frankfurt zur Wahl ein, die als die „Doppelwahl von Frankfurt“ in die Geschichte einging.
Beide bemühten sich um die Bestätigung durch den Papst, der sich aber zunächst die Sache offen halten lassen wollte, um seine eigenen Interessen verfolgen zu können. So entbrannte ein acht Jahre dauernder Thronstreit zwischen Ludwig dem Bayern und Friedrich dem Schönen, der sich nur noch mit Waffengewalt entscheiden ließ.

Bild: Stadt Mühldorf am Inn, Ausschnitt aus dem Gemälde „Die Schlacht bei Mühldorf“ an der Frauenkirche am Stadtplatz


Die Schlacht, die als die letzte Ritterschlacht ohne Feuerwaffen gilt, fand am 28. September 1322 im Nordosten von Mühldorf bei Erharting statt, der Wittelsbacher Ludwig der Bayern und der Habsburger Friedrich der Schöne standen sich gegenüber. Der Sieg brachte Ludwig die unangefochtene Königsgewalt im Reich ein. Das Haus Habsburg spielte auf der politischen Bühne für ein volles Jahrhundert keine Rolle mehr.

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