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Heute am 18. Februar ist „Tag der Batterie“ – Warum richtige Entsorgung Leben retten kann

Jedes Jahr am 18. Februar wird weltweit der „Tag der Batterie“ begangen. Das Datum geht auf den Geburtstag des italienischen Physikers Alessandro Volta zurück, der 1800 mit der „Voltaschen Säule“ die erste funktionsfähige Batterie entwickelte. Seine Erfindung legte den Grundstein für die moderne Elektrizitätsnutzung – und für eine Technik, die heute aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken ist.

Doch mit der wachsenden Zahl an Batterien und Akkus steigt auch die Verantwortung im Umgang mit ihnen.


Immer mehr Batterien im Alltag

Batterien stecken längst nicht mehr nur in Fernbedienungen oder Taschenlampen. Sie finden sich in E-Bikes, Smartphones, Solarspeichern, E-Zigaretten oder sogar in leuchtenden Kinderschuhen und Musikkarten. Besonders Lithium-Ionen-Akkus kommen immer häufiger zum Einsatz.

Diese leistungsstarken Energiespeicher sind jedoch nicht ungefährlich. Laut dem Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V. zählen Lithium-Ionen-Akkus inzwischen zu den häufigsten Ursachen für Brände durch Elektrizität. Vor allem bei unsachgemäßer Handhabung oder falscher Entsorgung besteht ein erhebliches Brand- und Explosionsrisiko. Schätzungen zufolge kommt es in Deutschland zu rund 30 Bränden pro Tag im Zusammenhang mit Lithium-haltigen Batterien.


Kostenlose Rückgabe – Einfach und flächendeckend

Zum Tag der Batterie wird deshalb daran erinnert: Alte Batterien gehören nicht in den Hausmüll.

In Bayern stehen den Bürgerinnen und Bürgern zahlreiche Rückgabemöglichkeiten zur Verfügung. Neben dem Handel bieten die Kommunen mehr als 2.000 Abgabestellen, etwa an Wertstoffhöfen. Die Rückgabe ist kostenlos.

Auch neue gesetzliche Regelungen verbessern seit Anfang 2026 die Rücknahmemöglichkeiten deutlich. Die EU-Batterie-Verordnung sowie das Batteriedurchführungsgesetz erweitern unter anderem die Rückgabeoptionen für E-Bike-Akkus und andere Batteriearten. Für alle Kategorien – von Gerätebatterien über Industriebatterien bis hin zu Starter- und Elektrofahrzeugbatterien – bestehen geeignete und kostenfreie Rücknahmesysteme.

Online-Händler sind ebenfalls verpflichtet, entsprechende Rückgabemöglichkeiten anzubieten.


Wichtige Neuerung bei E-Zigaretten

E-Zigaretten können bereits heute am Wertstoffhof, im Elektro-Fachhandel und in großen Lebensmittelgeschäften abgegeben werden. Ab dem 1. Juli 2026 ist die Rückgabe an sämtlichen Verkaufsstellen verpflichtend – also auch an Kiosken oder Tankstellen. Das erleichtert die Entsorgung weiter und soll insbesondere Brandrisiken reduzieren.


Rohstoffe sichern, Umwelt schützen

Die richtige Entsorgung verhindert nicht nur Brände. Sie sorgt auch dafür, dass Schadstoffe wie Quecksilber, Cadmium oder Blei nicht in die Umwelt gelangen. Gleichzeitig können wertvolle Metalle wie Aluminium, Eisen, Nickel, Zink, Lithium oder Kobalt recycelt und erneut im Wirtschaftskreislauf eingesetzt werden.

Die EU-Batterie-Verordnung gilt als erste europäische Regelung, die den gesamten Lebenszyklus eines Konsumprodukts – von der Herstellung bis zum Recycling – umfassend steuert. Hersteller werden stärker in die Produktverantwortung genommen und müssen verbindliche Recyclingquoten sowie den Einsatz von Rezyklaten nachweisen.


Ein guter Anlass zum Aufräumen

Der Tag der Batterie ist damit mehr als ein historischer Gedenktag an Alessandro Volta. Er ist eine Erinnerung daran, dass jeder Einzelne mit wenig Aufwand viel bewirken kann.

Ein Blick in Schubladen, Keller oder Garage lohnt sich: Alte oder defekte Batterien sollten gesammelt und zeitnah bei einer Rücknahmestelle abgegeben werden – insbesondere Lithium-haltige Akkus.

Denn jede korrekt entsorgte Batterie trägt dazu bei, Brände zu verhindern, wertvolle Rohstoffe zu sichern und unsere Umwelt nachhaltig zu schützen.

Beitragbild: © inn-sider.de

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