Großangelegte Durchsuchungsaktion in Mühldorf und Altötting: Polizei geht gegen Kinderpornografie vor
Am Mittwoch, dem 2. April 2025, führten die Kriminalpolizei Mühldorf am Inn und die Staatsanwaltschaft Traunstein eine groß angelegte Durchsuchungsaktion in den Landkreisen Mühldorf am Inn und Altötting durch. Ziel der Aktion war es, gegen insgesamt 15 Beschuldigte im Alter von 14 bis 65 Jahren vorzugehen, die im Verdacht stehen, kinderpornografische Inhalte zu besitzen und zu verbreiten. Dabei wurden umfangreiche Beweismittel wie Laptops, Mobiltelefone und Speichermedien sichergestellt, die nun von IT-Forensikern ausgewertet werden müssen.
In den letzten Jahren verzeichnete das Polizeipräsidium Oberbayern Süd einen besorgniserregenden Anstieg von Straftaten im Zusammenhang mit der Verbreitung pornografischer Inhalte, insbesondere kinderpornografischer Materialien. Nach einem leichten Rückgang der Fallzahlen von 721 im Jahr 2022 auf 697 im Jahr 2023 stieg die Zahl im Jahr 2024 auf 911 Fälle an, was einem Anstieg von 30,7 % entspricht.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat das Polizeipräsidium Oberbayern Süd spezielle „Arbeitsgruppen Kinderpornographie“ bei den Kriminalpolizeiinspektionen und der Kriminalpolizeistation Mühldorf am Inn eingerichtet. Diese Gruppen arbeiten eng mit der Staatsanwaltschaft Traunstein und dem Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornographie und sexuellem Missbrauch im Internet (ZKI) der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg zusammen. Bei der Staatsanwaltschaft Traunstein sind mittlerweile eine Gruppenleiterin und vier Staatsanwältinnen speziell für die Verfolgung von Straftaten mit kinder- und jugendpornografischen Inhalten zuständig.
Die jüngste Durchsuchungsaktion, an der rund 30 Polizeibeamte und vier Spezialstaatsanwältinnen beteiligt waren, wird von den Behörden als Erfolg im Kampf gegen Kinder- und Jugendpornografie gewertet. Sie sendet ein klares Signal, dass Straftäter sich nicht in der vermeintlichen Anonymität des Internets sicher fühlen dürfen. Polizei und Justiz werden weiterhin mit allen zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln daran arbeiten, solche Straftaten zu verfolgen und zu unterbinden.
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