Tiefenwasser ist die „eisernere Reserve“ für Ausnahmefälle und Notsituationen

Es ist nicht neu, für unserer Region prognostizierten Experten schon länger Trinkwasserknappheit. INN-SIDER.de hat darüber bereits im Mai berichtet. Täglich hören und sehen wir in den Nachrichten von Dürre, von Wasserknappheit bei unseren Nachbarn im Süden aber auch in deutschen Bundesländern. Die Berliner Morgenpost hat Anfang Juli berichtet. „Bis zum 31. August ist es in Verona untersagt, Trinkwasser zur Bewässerung von Gärten und Sportanlagen sowie zum Autowaschen und zum Befüllen von Swimmingpools zu verwenden. Bei Nichtbeachtung des Verbots droht ein Bußgeld bis zu 500 Euro. Ähnliche Maßnahmen hat inzwischen auch Pisa ergriffen, weitere italienische Städte planen ähnliche Maßnahmen.“

Verona ist nicht weit, nur 500 km von uns entfernt. Aber es genügt auch ein Blick auf unsere Felder und Gärten was passiert, wenn der Regen ausbleibt. Und man braucht nicht viel Fantasie, um sich auszumalen, wie sich das auf Dauer auf unsere Trinkwasserversorgung auswirkt. Der BR berichtet, laut Staatsregierung ist Tiefenwasser die „eisernere Reserve“ die nur in Ausnahmefällen und Notsituationen angegriffen werden darf.  

Um die Trinkwasserversorgung ihrer Bürgerinnen und Bürger sicher zu stellen will die Stadt Töging Tiefenwasser entnehmen. Tögings Bürgermeister Dr. Tobias Windhort weist zurecht darauf hin, dass es unverständlich sei, wenn die eigene Wasserversorgung nicht mehr gesichert ist, ein paar Kilometer weiter Wasser für privatwirtschaftliche Zwecke zu entnehmen. Wir haben erst mal Vorrang, sagt Dr. Windhorst, der sich wegen Fehlern der Vergangenheit um die Versorgung seiner Töginger mit sauberem Trinkwasser sorgt. 

Die Firma Innfood hält trotzdem an ihrem Projekt der Abfüllung von Mineralwasser aus Tiefbrunnen in Weiding fest. Und die Proteste dagegen werden mehr.

Sehen Sie bitte den Beitrag von BR Fernsehen: „Kostbares Tiefen-Grundwasser – Run auf die letzten Reserven“

Foto oben: inn-sider.de

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